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19.1.2010 - Verkehr

Tempokontrollen durch Zweckverband

Für den Leiter des Straßenverkehrsamtes Hans-Joachim Gleißner hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Denn zum ersten Mal hat die Stadt Fürth eine Geschwindigkeitsüberwachung durchgeführt. Die – wie er formulierte – „historische Messung“ fand in der Hinteren Straße in Burgfarrnbach statt. Zwei Stunden lang stand dort die Radaranlage, die in diesem Zeitraum 281 Fahrzeuge passierten. Das Ergebnis: elf Geschwindigkeitsüberschreitungen, der Schnellste war mit 65 Stundenkilometer unterwegs, erlaubt sind 50.

Der Leiter des Straßenverkehrs- amtes Hans-Joachim Gleißner (li.) und Peter Ott vom Zweckverband Verkehrsüberwachung erläutern die Messtechnik bei den Radarkontrollen.

Foto: Mittelsdorf

Eine niedrige Quote, wie Gleißner feststellte, die aber möglicherweise mit den winterlichen Straßenverhältnissen zusammenhing. Bislang war die Geschwindigkeitsüberwachung in der Kleeblattstadt ausschließlich der Polizei vorbehalten. Die Kommune konzentrierte sich auf den sogenannten ruhenden Verkehr, also zum Beispiel das Falschparken oder das unerlaubte Fahren in der Fußgängerzone. Mit der zunehmenden Ausweisung von Tempo-30-Zonen, die mittlerweile in allen Fürther Wohngebieten zu finden sind, stieg auch der Wunsch nach verstärkter Überwachung. Besonders gilt dies für Anwohner, die immer öfter fordern, gegen Raser vorzugehen. Trotz der Tatsache, dass zu Beginn der 1990er Jahre die Kommunen die Erlaubnis erhielten, Radarkontrollen in Eigenregie durchzuführen, stellte dies für die Stadt eine große Herausforderung dar. Denn die erforderliche Technik ist teuer und der personelle Aufwand hoch. Auch die Polizei konnte den zunehmenden Forderungen nach Geschwindigkeitskontrollen nicht nachkommen.

Die Lösung lag schließlich in der Kooperation der Städte im Ballungsraum. Anfang Januar hat ein Zweckverband die Arbeit aufgenommen, der für Fürth, Erlangen, Schwabach und Nürnberg die Verkehrs- und Geschwindigkeitsüberwachung erledigt. In der Kleeblattstadt sind 49 Messstellen vorgesehen, mehr als 80 Prozent in Wohngegenden. Zwei modern ausgestattete Fahrzeuge sind dazu in der Regel montags bis samstags von sechs bis 21 Uhr im Einsatz. In Kürze sollen es vier werden, wie Peter Ott vom Zweckverband Verkehrsüberwachung mitteilte, der aber auch betonte: „Wir werden sowohl Standort, als auch das Zeitfenster flexibel handhaben, so dass sich niemand sicher sein kann, dass er zum Beispiel sonntags nicht ‚geblitzt’ wird.“

Auch die Polizei beteiligt sich, wie Gleißner versicherte, in gewohnter Weise an der Verkehrsüberwachung, konzentriert sich bei den Geschwindigkeitskontrollen aber in Zukunft noch mehr auf Hauptverkehrsstraßen. Ohnehin erfolge hier eine sehr enge Zusammenarbeit, die in Zukunft auch die gemeinsame Auswahl der Standorte für die sogenannten Radarfallen beinhalte.

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