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5.3.2021 - Bauprojekte

Umgestaltung Hornschuchpromenade

Das Gebiet um die Hornschuchpromenade, Königswarterstraße und Willy-Brand-Anlage soll attraktiver gestaltet werden. Foto: Malter

 

Umgestaltung der Hornschuchpromenade und Königswarterstraße mit den umliegenden Straßenzügen sowie der Willy-Brandt-Anlage

Nachdem sich der Abschluss der Innenstadtsanierung immer mehr abzeichnet und die Umwandlung der Konversionsflächen in der Südstadt so gut wie abgeschlossen ist, rückt der Osten und damit das Gebiet zwischen der Freiheit und der Stadtgrenze zunehmend in den Blickpunkt der Stadtentwicklung. 
Neben der Gebhardtstraße ist dabei auch der Bereich Hornschuchpromenade, Königswarterstraße und Willy-Brandt-Anlage ein wichtiger Bestandteil der Planung. Nach der Fertigstellung des Quartiers-Parkhauses Jakobinenstaße (in der Gebhardtstraße) im Jahr 2021 soll der gesamte öffentliche Raum – Grünanlagen, Fuß- und Radwege sowie Straßenzüge – in diesem Gebiet neugestaltet werden. 

Bedeutung und Ziele

Die überregional bedeutenden Straßenzüge Hornschuchpromenade, Königswarterstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße wurden im ausklingenden 19. Jahrhundert mit repräsentativen Mehrfamilienwohnhäusern im Stil des Historismus und des Jugendstils erbaut und rahmen die frühere Trasse der Ludwigseisenbahn, auf der sich heute die Willy-Brandt-Anlage befindet.
Als Fürther Prachtstraßen wurden sie zu einem wichtigen Wahrzeichen der Stadt und gelten gleichzeitig auch als beliebte Wohnadresse in einem hochwertigen Umfeld. Die ungeordnete Verkehrssituation mit hohem Parkdruck und einer Grünanlage, die ein Stück weit noch vom Charme vergangener Tage lebt, führen jedoch seit langem zu Beschwerden von Seiten der Anwohnerschaft. So ist es nun ein wichtiges Ziel der Stadt, durch Neuordnung und Umgestaltungsmaßnahmen sowohl des Straßen- als auch des Grünraums, den Standort als lebendiges, attraktives Wohn- und Wirtschaftsquartier zu erhalten und weiter zu verbessern.

Die Stadtspitze setzt bei der geplanten Umgestaltung auf ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung. Foto: Kramer, Stadt Fürth 


Bisheriges Verfahren

Die Stadtspitze setzt bei der geplanten Umgestaltung auf ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung und hatte bereits im April 2017 zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen. Daraus entwickelte sich ein Workshop, der Ende Mai im gleichen Jahr stattfand und bei dem rund 50 Interessierte Vorschläge zur Ausgestaltung der Willy-Brandt-Anlage gemacht haben. 

Dokumentationen des ersten Workshops und der Auftaktveranstaltung sind in der rechten Spalte dieser Seite hinterlegt.

Darauf aufbauend hat das Stadtplanungsamt ein städtebauliches Konzept erarbeitet, das im März 2018 in einem zweiten Workshop zur Diskussion gestellt worden ist. Als grundlegende Idee zur Umgestaltung der Willy-Brandt-Anlage einigten sich die 78 Beteiligten damals auf eine zentrale Wegeachse in Erinnerung an die historische Eisenbahntrasse des "Adlers", die in diesem Bereich situiert war. 

Eine Dokumentation des zweiten Workshops ist in der rechten Spalte dieser Seite hinterlegt.

Bei der Neuordnung des Verkehrs wurden vor allem im Nachgang des Workshops kritische Stimmen laut. Mit Unterschriftenlisten und Stellungnahmen machten Anwohner und Gewerbetreibende auf die Bedeutung des Parkplatzerhalts in den Straßen aufmerksam. Aber auch die Befürworter einer deutlichen Parkplatzreduzierung zugunsten einer Aufwertung des Straßen- und Grünraums als Aufenthaltsort bezogen nochmals Stellung. 
Die Stadtverwaltung bekam den Auftrag, die Planungen vor allem hinsichtlich des Parkraumkonzeptes zu überprüfen. Eine Parkraumanalyse wurde beauftragt, die bereits im Juni 2019 im Bau- und Werkausschuss vorgestellt worden ist. 
Aufgrund eines längeren Vergabeprozesses für die Realisierung des neuen Parkhauses Jakobinenstraße (in der Gebhardtstraße) kam der Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung der Hornschuchpromenade mit den umliegenden Straßenzügen und der Willy-Brandt-Anlage ins Stocken und kann erst jetzt weitervorfolgt werden.

Weiteres Verfahren mit Bürgerbeteiligung

Aufbauend auf den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung, der Parkraumanalyse und bestehender gesetzlicher Vorgaben wurden für die Straßen- und Verkehrsneuordnung sowie die Umgestaltung der Willy-Brandt-Anlage eine Vorplanung erstellt, die die Grundlage für die nun anstehende weitere Bürgerbeteiligung bilden wird. Da pandemiebedingt momentan keine Präsenz-Workshops erfolgen können, soll dies über eine Online-Beteiligung erfolgen. 

Diese ist vom 8. bis 30. Mai 2021 geplant und wird über die Tagespresse, die Stadtzeitung, über die Sozialen Medien sowie Flyer und Plakate bekannt gegeben.

Zudem sind während des Beteiligungszeitraums im Mai auch ausgedruckte Fragebögen mit entsprechendem Infomaterial bei der Bürgerinformation und der Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderung (Fübs) zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich. 

Im Fokus steht auch die Neuordnung des ruhenden Verkehrs.
Foto: msh-Stadtplanung GbR

Die Eckpfeiler der künftigen Planungen

Ziel ist es, für alle Beteiligten – vor allem auch für die Beteiligten vor Ort – eine gute Lösung für diese historische und für die Stadt Fürth einzigartige Anlage zu finden und lebendiges, attraktives Wohn- und Wirtschaftsquartier zu erhalten sowie weiter zu verbessern.

Umgesetzt werden soll dies durch die Neuordnung der Verkehrsströme verbunden auch mit der erforderlichen Neuordnung des ruhenden Verkehrs und auch der Umgestaltung der historischen Grünanlage zwischen den Straßenzügen. Den alten Baumbestand und die Luisenanlage gilt es dabei zu schützen, die Wege neu zu strukturieren und neue Nutzungsangebote zu eröffnen.

Straßen- und Verkehrsneuordnung 

Bei Straßenbaumaßnahmen ist im Zuge der Planungen ein zweiter Rettungsweg für die angrenzenden Wohngebäude zwingend nachzuweisen. Da dies auf den Privatgrundstücken in der Regel nicht geleistet werden kann, muss eine Anleiterung durch die Feuerwehr auf öffentlichem Grund erfolgen können. Wie bereits im zweiten Workshop dargestellt, ist dieser dafür erforderliche Raum in der Straße dauerhaft freizuhalten. Dies führt leider zu dem Wegfall einer Vielzahl von Parkplätzen. Es verbleiben nach aktueller Planung noch ca. 150 Parkplätze im Straßenraum. 

Somit wurde erst durch Planung und Bau des neuen Parkhauses Jakobinenstraße (in der Gebhardtstraße) die Grundlage für eine umfassende Neugestaltung der Hornschuchpromenade mit den umliegenden Straßenzügen sowie der Willy-Brandt-Anlage geschaffen. Die im Straßenraum entfallenden Parkplätze können im Parkhaus in vollem Umfang kompensiert werden. Die Stadt Fürth investiert mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates Bayern große Summen in die Maßnahmen vor Ort. 

Die im Straßenraum entfallenden Parkplätze können im Parkhaus in vollem Umfang kompensiert werden. (Visualisierung: Goldbeck)

Bei der Konzeption des neuen Parkhauses wurde beispielsweise darauf geachtet, dass dieses besonders nutzerfreundlich gestaltet wird. Hierzu zählen zum Beispiel ausreichend breite Parkplätze, Frauenparkplätze im Bereich der Ausgänge, Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge und eine gute Beleuchtung. Zudem wird eine neue Fußgängerlichtsignalanlage im Bereich der Pickertstraße hergestellt, um das sichere Queren der Gebhardtstraße zu ermöglichen. Im Zuge der durchgeführten Parkraumanalyse wurde generell eine vergleichsweise sehr hohe Anzahl an Fahrzeugen erhoben, die über den gesamten Erhebungszeitraum von mehreren Tagen nicht bewegt wurden. Gerade diesen Dauerparkern kann ein witterungsgeschützer Stellplatz für ihr Fahrzeug im Parkhaus angeboten werden. Zusammen mit dem Parkhaus Hornschuchcenter, das ebenfalls Dauerstellplätze anbietet, sind diese Stellplätze für Anwohner in circa 300 Meter fußläufiger Entfernung zu erreichen. Solche Einzugsbereiche werden in der Stadt- und Verkehrsplanung auch bei der Erreichbarkeit von Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs angewandt.

Das Be- und Entladen vor der eigenen Haustür bzw. in unmittelbarer Nähe soll durch die Einführung eines Parkraummanagements gewährleistet werden, so dass Anwohner und Gewerbetreibende auch weiterhin die Möglichkeit haben werden, im Umfeld der eigenen Wohnung oder Firma einen Parkplatz zu finden und diesen entsprechend zu nutzen. 

Für die Besucher, Kunden und Patienten der Gewerbetriebe wird sich die Situation zudem enorm verbessern. Auch das hat die Parkraumanalyse sehr deutlich gezeigt. Durch die Bewirtschaftung der verbleibenden circa 150 Stellplätze wird durch Kurzzeitparkmöglichkeiten ein größerer Wechsel der parkenden Autos gegeben sein, was die Chance auf einen freien Parkplatz deutlich erhöht. Gerade dies kann als großer Standortvorteil im Vergleich zur aktuellen Situation mit vielen Dauerparkern im öffentlichen Raum gewertet werden.

Die historische Luisenanlage soll erhalten und im Zuge der Gesamtgestaltung wieder in Wert gesetzt werden. (Foto: msh-Stadtplanung GbR)

 
Erhalt des historischen Baumbestands und der Luisenanlage
 
Bei der Umgestaltung der Willy-Brandt-Anlage wird der Erhalt des historischen Baumbestands – auch angesichts des Klimawandels - von übergeordneter Bedeutung sein. Zukünftig sollen weitere Stammschädigungen durch Anfahren und Verdichtung des Oberbodens sowie durch das Befahren der Baumscheiben, wie dies derzeit noch durch ungeordnetes Parken festzustellen ist, vermieden werden. Anstehende Baumaßnahmen werden im Kronentraufbereich sicherlich zunächst eine Stresssituation für die Bäume darstellen, langfristig kann jedoch durch eine Verbesserung der Bodensituation die Standortqualität deutlich erhöht werden.
Die historische Luisenanlage soll ebenso erhalten und im Zuge der Gesamtgestaltung wieder in Wert gesetzt werden.
 
Umgestaltung der Willy-Brandt-Anlage
 
Eine zentrale Wegeachse, wie im zweiten Bürgerworkshop gewünscht, soll in Erinnerung an die historische Eisenbahntrasse ausgebildet werden. Daran können weitere Elemente angelagert werden. In welcher Intensität und Ausprägung wird Bestandteil der folgenden Bürgerbeteiligung sein. Auch Querwegeverbindungen und Flächen für Außengastronomie sollen hierbei thematisiert werden.
 
Zeitplanung
 
Nach weiterer Überarbeitung der Planungen folgen die Vorbereitungen der Baumaßnahmen mit Ausführungsplanung und Ausschreibung der zu vergebenen Leistungen. Mit den Umbauarbeiten vor Ort kann voraussichtlich im Jahr 2023 begonnen werden. Nach Fertigstellung des Straßenbaus – nach bisherigen Planungen 2025 - startet in einer zweiten Phase die Umgestaltung der Grünanlage.
 
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