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3.9.2012 - Wirtschaft

Erster eigener Lehrstuhl der Kleeblattstadt

„Der Computer ist mein wichtigstes Werkzeug, denn damit kann ich Sachen sooft ich möchte kaputt machen“, sagte Professor Michael Zaiser anlässlich der Vorstellung seiner künftigen Arbeit im Bereich der Werkstoffsimulation. Zaiser und sein Team führen am ersten eigenen Lehrstuhl der Wissenschaftsstadt computergestützte Untersuchungen verschiedenster Materialien durch. Bei der Simulation neuartiger Werkstoffe beschäftigen sie sich mit der Frage, wie diese auf äußere Einflüsse reagieren und sich ihre Eigenschaften optimieren lassen.

Professor Robert F. Singer (VerTec), OB Thomas Jung, Professor Michael Zaiser (Lehrstuhl Werkstoffsimulation) und Wirtschaftsreferent Horst Müller (v. li.) beim Gespräch im neuen Hörsaal des Technikums II. Foto: Wunder

Professor Robert F. Singer (VerTec), OB Thomas Jung, Professor Michael Zaiser (Lehrstuhl Werkstoffsimulation) und Wirtschaftsreferent Horst Müller (v. li.) beim Gespräch im neuen Hörsaal des Technikums II.
Foto: Wunder

Die Wissenschaftler arbeiten dabei mit Objekten unterschiedlichster Größen. Anwenden lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse dann nicht nur im Bereich der Bauteiloptimierung, sondern auch bei der Zertrümmerung von Nierensteinen oder dem kontrollierten Auslösen von Lawinen. Zaiser betonte, dass Forschung und Lehre für ihn eng zusammengehören. Er sei daher sehr froh darüber, dass mit dem neu geschaffenen Hörsaal im Technikum II die Möglichkeit besteht, Studierende direkt vor Ort und mit Bezug zur Praxis unterrichten zu können. „Die Stadt hat für mich die höchste Lebensqualität in der Metropolregion“, erklärte er mit Blick auf seine persönliche Entscheidung in die Kleeblattstadt zu ziehen.

Oberbürgermeister Thomas Jung begrüßte Zaiser samt Mitarbeiter und zeigte sich erfreut darüber, dass das ehemalige Grundig-Gelände nun eine so hochkarätige Forschungseinrichtung beheimatet. Zusätzlich zum Lehrstuhl von Professor Michael Zaiser wird in diesem Jahr auch VerTec in das Technikum II ziehen. „Wir verstehen uns als Anwendungszentrum für Bauteilfertigung, dessen Schwerpunkt im revolutionären 3D-Druck liegt“, erklärte Robert F. Singer, Dekan der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und einer der drei Professoren, die das Projekt betreuen. Man wolle bei VerTec „Bauteile aus der Ebene wachsen lassen“, so Singer weiter. Ab Ende dieses Jahres werden die etwa 40 Mitarbeiter auf mehr als 1500 Quadratmetern ihre Arbeit aufnehmen. Gefördert wurde das Projekt, das Teil des Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg ist, mit elf Millionen Euro aus dem Strukturprogramm Nürnberg-Fürth. VerTec konzentriert sich bei der Fertigung hauptsächlich auf Medizin- sowie Luft- und Raumfahrttechnik. „Ich bin überzeugt, dass der 3D-Druck in den Bereichen, in denen mit kleineren Stückzahlen und individualisierten Bauteilen gearbeitet wird, die Zukunft ist“, so Singer.

Im Hinblick auf den Produktionsstandort Fürth betonte OB Jung, dass „Wertschöpfung nur mit Werkstoffen aller Art möglich ist“ und man mit VerTec und dem Lehrstuhl für Werkstoffsimulation in diesem Bereich nun erstklassig ausgestattet sei. Wirtschaftsreferent Horst Müller betonte, „dass nun wissenschaftliche Einrichtungen von einzigartiger Qualität in Fürth ansässig sind und die Stadt sich mit weiteren akademischen Würden schmücken darf“. Mit Blick auf die Entwicklung der Uferstadt sei außerdem besonders hervorzuheben, so Müller weiter, „dass auf dem ehemaligen Gelände der Firma Grundig, das einmal der Arbeitsplatz von 8000 Beschäftigten war, mittlerweile wieder rund 3000 Menschen Arbeit gefunden haben“.

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