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10.2.2012 - Wirtschaft

Fünf Jahre Wissenschaftsstadt Fürth

Wer seit Oktober 2007 die Stadtgrenzen der Kleeblattstadt passiert, liest es offiziell auf dem Ortsschild: „Wissenschaftsstadt“. Als erste Kommune in Bayern durfte Fürth diesen Titel führen und seit der Verkündung durch den damaligen bayerischen Staatsminister Thomas Goppel am 9. Februar 2007 ist viel passiert. In enger Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), dem Fraunhofer Institut, der Diakonie Neuendettelsau und ortsansässigen Firmen wurde das Prädikat mit Leben gefüllt. Nach fünf Jahren können daher Oberbürgermeister Thomas Jung, Wirtschaftsreferent Horst Müller und die Leiter der neu angesiedelten Wissenschaftsinstitutionen eine sehr positive Bilanz ziehen.

 


Ziehen im Stadtmuseum Ludwig Erhard, dem Ort der Titelverleihung, nach fünf Jahren eine gute erste Bilanz: Thomas Jung (v. li.), Horst Müller, Randolf Hanke, Robert F. Singer und Jürgen Zehrt. Foto: Wunder

Ziehen im Stadtmuseum Ludwig Erhard, dem Ort der Titelverleihung, nach fünf Jahren eine gute erste Bilanz: Thomas Jung (v. li.), Horst Müller, Randolf Hanke, Robert F. Singer und Jürgen Zehrt. Foto: Wunder

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass einer Stadt ohne Universität oder Fachhochschule dieser Titel verliehen wird.“, sagt Müller. Aber, so der Wirtschaftsreferent weiter, die „richtige Vision und die richtigen Leute haben es trotzdem geschafft“. In der „Uferstadt“ entsteht momentan ein zweites Technikum mit dem aus acht Lehrstühlen bestehenden Departement Werkstoffwissenschaft, einem neuen Lehrstuhl für Werkstoffsimulation und einem modernen Forschungsbereich für dreidimensionales Drucken innovativer Bauteile aus Titanpulver. Das Besondere an den Einrichtungen ist, dass sie sich zu zwei Dritteln durch Auftragsarbeiten selbst finanzieren.

In direkter Umgebung befindet sich das Fraunhofer Entwicklungszentrum für Röntgentechnik, das bis Mitte nächsten Jahres fertig gestellt werden soll. Die bereits vollendete Testhalle im Golfpark Atzenhof bietet bis zu 240 Materialprüfern für integrierte Schaltungen jetzt schon Raum, Autos und Seecontainer mit Röntgenstrahlen, Computertomographie, Ultraschall und Termographie zerstörungsfrei zu untersuchen. Momentan sind hier bereits 147 Mitarbeiter beschäftigt. Professor Randolf Hanke vom Fraunhofer Institut weiß: „ Der Schritt des Prüfens der Materialien ist enorm wichtig, da die Merkmale Rückschluss auf den Produktionsprozess geben“.

Das jüngste Kind wissenschaftlichen Arbeitens in Fürth, die Diakonie Neuendettelsau, nimmt in der umgebauten Schickedanzvilla im Südstadtpark gerade den Betrieb ihrer Privathochschule für modernes Pflegemanagement auf. „Unser Ziel ist es, Ende 2012 die staatliche Anerkennung als Hochschule zu erhalten“, so Leiter Jürgen Zehrt. Rund 100 Studierende haben sich seit November bereits eingeschrieben.

Diese Erfolgsgeschichte führt OB Jung vor allem auf zwei Aspekte zurück: „Zum einen hatten wir ein großes Glück mit den Bereichen in denen die wissenschaftlichen Institutionen tätig sind, denn neue Materialien und Prozesstechnik, aber auch das Pflegemanagement werden in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. Zum anderen haben wir handelnde Personen, die weit über die Grenzen der Kleeblattstadt einen hervorragenden Ruf haben, und so das Wachstum nachhaltig unterstützen.“

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