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3.12.2012 - Wissenschaftsstadt

„Ostfränkisches Wörterbuch“ in Fürth

„Schee, dasser alle dou seid“, begrüßte Oberbürgermeister Thomas Jung die Gäste bei der offiziellen Einweihung der neuen Arbeitsstelle des „Ostfränkischen Wörterbuchs“  im fünften Stock des Technikums in der Uferstadt in breitem Fränkisch. Er sei dankbar, dass nun auch die Geisteswissenschaft in Fürth Einzug halte und die Wissenschaftsstadt bereichere. „Wissenschaft wird ja oft auf Technik begrenzt, aber das ist natürlich nicht richtig“, sagte er.

Das Projekt Ostfränkisches Wörterbuch hat seinen Sitz nun in Fürth: OB Thomas Jung, Professorin Mechthild Habermann, Thomas A.H. Schöck (Kanzler Uni Erlangen-Nürnberg) und Karl-Heinz Hoffmann (Präsident Bayerische Akademie der Wissenschaften) (v. li.) bei der offiziellen Einweihung. Foto: Wunder

Das Projekt „Ostfränkisches Wörterbuch“ hat seinen Sitz nun in Fürth:
OB Thomas Jung, Professorin Mechthild Habermann, Thomas A.H. Schöck (Kanzler Uni Erlangen-Nürnberg) und Karl-Heinz Hoffmann (Präsident Bayerische Akademie der Wissenschaften) (v. li.) bei der offiziellen Einweihung. Foto: Wunder

Das „Ostfränkische Wörterbuch“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Es dokumentiert den im 20. Jahrhundert geläufigen mundartlichen Wortschatz der fränkischen Bezirke mit mehr als sechs Millionen Dokumente im Augenblick, erläuterte Redaktor Alfred Klepsch. In der Datenbank werde nach und nach jedes belegte Wort sowie dessen Verbreitung, Bedeutung, Verwendungsweise und grammatikalische Eigenschaften erfasst und aufbereitet. Schon im kommenden Jahr könnte das Wek dann online gestellt und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Schon seit 1913 werden Belege für ein „Ostfränkisches Wörterbuch“ gesammelt. Die Erhebungen wurden systematisch von 1927 bis 1941 sowie von 1960 bis 2001 anhand von Fragebögen durchgeführt. An der Sammelarbeit beteiligten sich im Laufe der Zeit mehr als 10 000 Personen. Ab 1963 übernahm die Bayerische Akademie der Wissenschaften das Projekt, das seit 2012 von der Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft, Mechthild Habermann, an der FAU geleitet wird. Seitdem besteht auch die Kooperation.

Mit dem neuen Domizil in der Fürther Uferstadt sei ein „altehrwürdiges Projekt damit im neuen Zeitalter angekommen“, sagte Habermann. Von der Bündelung der Kräfte verspricht man sich zukünftig Synergie-Effekte auf beiden Seiten. Finanziell wird die Digitalisierung von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und den Bezirken Ober- und Mittelfranken unterstützt.

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