18.12.2013 - Wirtschaft
Neue Anschlussstelle freigegeben

14 Jahre hat es gedauert bis im Nordosten der Kleeblattstadt, zwischen Steinach und Herboldshof, die Ansiedlung von Möbel Höffner realisiert werden konnte. Juristische Streitigkeiten, Proteste und zum Schluss archäologische Funde führten immer wieder zu Verzögerungen. Nun ist es soweit: Gleich nach den Weihnachtsfeiertagen, am Freitag, 27. Dezember, um 9 Uhr eröffnet der Möbelriese seinen neuen Einkaufstempel, der nach eigenen Angaben der größte in Deutschland ist.

Höffner-Inhaber Kurt Krieger (2. von links), der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (Mitte) und Oberbürgermeister Thomas Jung (2. von rechts) durchschitten ein rotes Band und gaben den Autobahnanschluss an die A 73 frei. Foto: Mittelsdorf

Allerdings ist dies erst der zweite Akt: Denn bereits heute gaben Höffner-Inhaber Kurt Krieger, der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Thomas Jung den Autobahnanschluss an die A73 frei, der eine der Bedingungen für die Verwirklichung des Großprojektes war. Der Staatsminister hob dabei hervor, dass er das Projekt all die Jahre unterstützt habe. Die Verkehrserschließung in der gesamten Gegend verbessere sich und der Wirtschaftsstandort Fürth werde noch attraktiver. Zudem sei durch die zwei 600 Meter langen Lärmschutzwände für die Einwohner von Steinach und Herboldshof eine erhebliche Reduzierung der Lärmbelastung erreicht worden.

Eine Einschätzung, die OB Jung bestätigen konnte, da mittlerweile Anlieger berichteten, dass sie erstmals gut schlafen können. Der Fürther Rathauschef kritisierte die lange Dauer des Verfahrens: "Unabhängig davon wie man zu dem Vorhaben steht und ob es verwirklicht wird, ist es reformbedürftig, dass sich eine Entscheidung so lange hinziehen kann", erklärte er.

Gleich nach den Weihnachtsfeiertagen, am Freitag, 27. Dezember, um 9 Uhr eröffnet der Möbelriese seinen neuen Einkaufstempel, der nach eigenen Angaben der größte in Deutschland ist. Foto: Mittelsdorf

Laut Jung profitiert Fürth in wirtschaftlicher Hinsicht von dem neuen Einkaufkomplex, zu dem auch ein Teppichhaus der Firma Kibek und ein sich noch in Planung befindlicher Baumarkt gehört. Der Grund, dass die Arbeitslosigkeit in der Kleeblattstadt – entgegengesetzt zu dem sonst üblichen Trend – heuer in den Wintermonaten zurückgegangen sei, liege in hohem Maße an der Höffner-Eröffnung. Das habe auch die Bundesagentur für Arbeit bestätigt.

Auch das Argument, dass der Innenstadthandel leidet, will das Fürther Stadtoberhaupt nicht gelten lassen: "Dort werden in den nächsten Monaten durch den Bau der Neuen Mitte und der Wiederbelebung des früheren Marktkauf-Gebäudes rund 200 Millionen Euro in die Hand genommen."

Dauerhaft werden, so Höffner-Chef Krieger, 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort beschäftig sein. Foto: Mittelsdorf

Auf 120 bis 125 Millionen Euro taxiert Höffner-Chef Krieger die Kosten für seinen neuen Einkaufspalast. Darin enthalten sind auch der Autobahnanschluss, aus dem – wie er betonte – auch die Stadt Nürnberg Vorteile ziehe, da auch das gesamte Industriegebiet in der Schmalau erschlossen werde, und Kanalbaumaßnahmen, die dazu führten, dass der Ortsteil Steinach an die Kanalisation angeschlossen werden konnte.

Das Möbelhaus, das insgesamt 100 000 Quadratmeter Nutzfläche aufweist, sei zudem nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut und verfüge unter anderem über eine Photovoltaikanlage, ein Biomassekraftwerk und eine Pellet-Heizung. Dauerhaft werden, so Krieger, 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort beschäftigt sein.

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