10.2.2014 - Umwelt
Fürth setzt auf fairen Handel

Der Eine-Welt-Laden Fürth gewinnt mit der Kampagne "Kaffee, Tee, Kakao – mehr Fairness in Fürther Kantinen" immer mehr Firmen, Schulen und Einrichtungen in Fürth dafür, den fairen Handel zu unterstützen. So gibt es beispielsweise im "Casino" der Sparkasse, in der Mittagsbetreuung des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums, am Snackautomaten des Helene-Lange-Gymnasiums und in der Cafeteria des St. Josef Senioren- und Pflegeheims seit Kurzem fair gehandelte Produkte.

Melanie Diller (li.) und Johanna Kluge, Mitglied bei der Evangelischen  Jugend,  bei einem Aktionstag im Heinrich-Schliemann-Gymnasium in der Schulkantine. Foto:privat

Melanie Diller (li.) und Johanna Kluge, Mitglied bei der Evangelischen
Jugend, bei einem Aktionstag im Heinrich-Schliemann-Gymnasium in der Schulkantine. Foto: privat

Auch in der Kofferfabrik wurde das Angebot entsprechend ergänzt. Mit fünf weiteren Unternehmen und Einrichtungen ist die Einführung von Kaffee, Tee und Snacks in Planung. Sie alle unterstützen damit die Stadt bei dem Ziel,  eine sogenannte "Fairtrade-Town" zu werden.
 
Egal ob Firma, Altenheim oder Schule – Fairhandelsreferentin Melanie Diller bietet kostenlos Beratungen zur Einführung von Produkten wie Kaffee, Tee oder Schokoriegel an. Mit Hilfe einer Ausstellung und Aktionstagen mit Referentinnen aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern können die jeweiligen Beschäftigten über den fairen Handel informiert werden. Gefördert wird die Kampagne von "ENGAGEMENT GLOBAL" im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
 
Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich bei Melanie Diller im Weltladen Fürth (siehe Links) melden.

Einsatz für fairen Handel
Fairer Handel ist eine Partnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht, sich für Menschen-, Arbeits- und Kinderrechte einsetzt und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzenten und Arbeiter, insbesondere in Ländern des Südens, leistet der faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung weltweit. Genau dafür setzt sich auch die Stadt Fürth bei ihrer "Fairtrade-Town-Bewerbung" vor Ort ein. Ziel ist, möglichst viele Fürtherinnen und Fürther zu einem Umstieg auf fair gehandelte Produkte zu bewegen.
 
Nachhaltige öffentliche Beschaffung
Kommunen sind die größten öffentlichen Auftraggeber und bilden einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor. Fürth hat sich bereits entschieden, bei der öffentlichen Beschaffung keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verwenden. Im Rahmen der "Fairtrade-Town-Bewerbung" werden als erster Schritt im Fürther Rathaus und bei öffentlichen Sitzungen fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Schritt für Schritt soll die städtische Beschaffung nun nachhaltiger, also ökologisch, regional und fair werden.
 
Was ist eine "Fairtrade-Town"?
Die Kampagne "Fairtrade-Towns" wird von TransFair e.V. getragen und bringt Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft mit dem Ziel zusammen, den fairen Handel vor Ort zu fördern. Die Kleeblattstadt beteiligt sich an der Bewegung. Ein Koordinierungskreis kümmert sich darum, dass die nötigen Voraussetzungen zur Fairtrade-Stadt geschaffen werden. Dafür ist die Unterstützung der Stadtgesellschaft nötig. Viele sind dabei und bieten faire Produkte an, zum Beispiel Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, aber auch Kleidung, Blumen, Schmuck und vieles mehr.
 
Läden, die fair gehandelte Produkte führen:
Eine-Welt-Laden, Vom Fass, Umweltladen, Tourist-Info, Süße Freiheit, ebl, Denns, Trolli, Edeka, Norma, REWE, Lidl, Aldi, Rossmann, Lapuzia, Espressohaus, City Coffee, Comazo, RK-Textil, Farcap, Roccocoon, Blumen Hannweg, Blumen Süberkrüb, Lovely Minis, Apotheke im Bahnhofcenter, Takko, Der Teeladen, Nahtlust, Tiekings, Öl-Paradies, Ganesha-Shop.
 
Gastronomie mit fair gehandelten Produkten:
Süße Freiheit, Caritasse, Tchibo, Der Beck, Polidori, Zum Gelben Löwen, Neubauers Schwarzes Kreuz, Comödie Fürth, Schilderwach, Stadttheater, Kofferfabrik, Casino (Sparkasse).
 
Auch viele Fürther Kirchengemeinden, Schulen, Vereine, Firmen und Institutionen sowie Einzelpersonen kaufen oder verkaufen fair gehandelte Produkte. Sie alle setzen sich dafür ein, dass die Welt ein gutes Stück weit gerechter wird – und das durch die tagtäglichen Entscheidungen in Fürth.

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