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14.10.2017 - Wirtschaft

„Kleines Wirtschaftswunder“

Mit aktuellen Zahlen haben Oberbürgermeister Thomas Jung und Wirtschaftsreferent Horst Müller die positive wirtschaftliche Entwicklung der Kleeblattstadt – einmal mehr – hervorgehoben und unterfüttert. „Leider hat die Stadt bei der Bevölkerung und im Umland immer noch den Ruf,  wirtschaftlich schwach zu sein – obwohl genau das Gegenteil der Fall ist“, sagte der OB bei einer Pressekonferenz in den Räumen der IT-Firma Silbury in den Malzböden.

Die Fürther Wirtschaft boomt. Ein Beispiel: der IT-Spezialist Silbury. Erst vor Kurzem zog Markus Neubauer (Mitte) mit seinem Team in die Malzböden und waren Gastgeber für die Pressekonferenz von Oberbürgermeister Thomas Jung (re.) und Wirtschaftsreferent Horst Müller. Foto: Wunder

Zwar habe ein wirtschaftlicher Aufschwung die gesamte Region erfasst, so Jung, „davon hat auch Fürth profitiert – aber wir sagen: Uns geht es besonders gut.“  Mehr noch: „Fürth ist die dynamischste Stadt in ganz Nordbayern.“

Und das macht die Stadtspitze an konkreten Beispielen fest. Etwa am Einzelhandel. Der Jahresumsatz in der Fürther Innenstadt liegt bei jetzt 939 Millionen Euro, das bedeutet um 29 Prozent höher als 2007 (Erlangen: plus 13 Prozent, Nürnberg: plus neun Prozent). Dass die Menschen ihr Geld wieder in Fürth ausgeben, läge laut Jung und Müller vor allem an der Neuen Mitte. Sie beziehen sich dabei auf Erkenntnisse aus einer neuen Studie, die das Rathaus bei der Firma Cima Beratung + Management in Auftrag gegeben hatte. Der Kaufkraftabfluss von 125 Millionen Euro pro Jahr hat sich demnach innerhalb Dekade auf 90 Millionen Euro verringert. Bei einem gleichzeitigen Kaufkraftzufluss von 350 Millionen Euro im Jahr, wie Müller sagte. Das dürften auch gute Nachrichten für die Firma P& P sein, die das marode City-Center bis 2020 totalsanieren will. Die Cima-Studie sagt weitere 165 Millionen Euro pro Jahr an Umsatz in der Innenstadt voraus, wenn das gesamte vorhandene Kaufpotenzial ausgeschöpft würde.

Weitere Bespiele für die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Kleeblattstadt: Das Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber 2016 um 5,8 Prozent, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wuchs innerhalb von fünf Jahren von 40 900 auf 46 100. „Freilich ist es leichter, sich von einem niedrigen Niveau aus zu steigern“, gab Jung zu. In Erlangen etwa gebe es doppelt so viele Jobs. „Aber wir holen auf.“

Auch was die Anziehungskraft betrifft, gemessen im sogenannten Zentralitätszugewinn, verzeichnet Fürth Zuwachs: Sieben Prozent sind es im Zehn-Jahres-Vergleich.  Nürnberg und Erlangen müssen hier Minuswerte hinnehmen. Als „sehr schön“ bewertet Jung auch die plus 13 Prozent bei den Einwohnerzahlen. Die Nachbarstädte liegen hier bei 2,2 (Nürnberg) und fünf Prozent (Erlangen). Im Großraum ist Fürth damit „absoluter Spitzenreiter“, so der OB, „und: Jeder neue Mensch ist ja potenziell ein neuer Kunde“.

Natürlich sei es nicht mit dem Aufschwung der 1950er und 60er Jahre vergleichbar, „aber ein kleines Wirtschaftswunder ist schon passiert in den letzten zehn Jahren“, resümierte Jung und wies auch auf die niedrige Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent hin. Ein Wert, von dem er nach der Quelle-Pleite 2009, als die Quote bei fast zwölf Prozent lag, nicht mal zu träumen gewagt habe.

Die wirtschaftliche Entwicklung sei stabil und solide, weil sie in der Kleeblattstadt vor allem von vielen Mittelständlern und familien- oder inhabergeführten Unternehmen getragen werde. „Wir hatten keine spektakulären Firmenansiedlungen seit dem Aus von Grundig und Quelle, aber viele kleine sowie viele Erweiterungen, und die machen es aus.“ Nicht von ungefähr hatte Jung die Firma Silbury als Ort für den Pressetermin gewählt: Vor zehn Jahren als Zwei-Mann-Betrieb gestartet beschäftigt der IT-Spezialist heute fast 80 Mitarbeiter weltweit und knapp 60 am Standort Fürth, seit gut einem Monat in den historischen Räumlichkeiten der ehemaligen Humbser-Brauerei. „Eine Erfolgsgeschichte, wie wir sie uns im Rathaus nicht besser wünschen könnten“, lobte Jung.

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