8.2.2006 - Wirtschaft
Spielzeugstadt Fürth so stark wie nie

Das Wehklagen in der Spielwarenbranche ist weit verbreitet. Konsumzurückhaltung, Geburtenknick, Billigproduktionen lauten die Schlagworte, die es – wie es oft heißt - den Herstellern das Leben schwer machten.

Nicht so bei den Fürther Unternehmen, die sich auch in diesem Jahr in eindrucksvoller Stärke auf der Spielwarenmesse präsentierten. Als Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Wirtschaftsreferent Horst Müller den Ausstellern aus der Kleeblattstadt einen Besuch abstattete, vernahmen sie nur positive Stimmen.

Juniorchef Paul Heinz Bruder zeigte OB Jung und Wirtschaftsreferent Müller die Neuheiten des Spielwaren-herstellers. Mit im Bild, IHG-Geschäftsführer Nowak (li.) und Seniorchef Heinz Bruder.

Foto: Blazina

„Ob große Unternehmen wie Bruder oder Simba-Dickie mit BIG, die zu den Weltmarktführern in ihren Breichen gehören und millionenschwere Umsätze verbuchen können oder kleinere Firmen wie Trudi, Ferbedo, Rheinisch und Ulrich oder der Familienbetrieb Peter Stühler – sie alle verfügen über eine starke Marktposition und verzeichnen eine ausgesprochen positive wirtschaftliche Entwicklung“, bilanzierte das Stadtoberhaupt.

Ein Blickfang auf der Messe: Der Familienbetrieb Peter Stühler mit seinem Atelier für bewegliche Figuren.

Foto: Blazina

„Der Grund ist vor allem“, fügt Wirtschaftreferent Müller an, „dass die Fürther Spielwarenhersteller mit Einfalls- und Ideenreichtum agieren und durch qualitätsvolle Ware sowie Innovationen überzeugen - das wurde bei unserem Besuch einmal mehr deutlich.“

Die Simba Dickie Gruppe ge-hört weltweit zu den Top Five der Spielzeugproduzenten. Hier zeigt Geschäftsführer Heinrich Stieber (2. v. li.) das BIG-Bobby-Boat“.

Foto: Blazina

Beispiele seien ein neues in der Tradition des Bobby-Cars stehendes BIG-Boot, das trotz kurzer Marktpräsenz schon 25 000 Mal verkauft wurde, oder das „Jet-Board“ der Firma Ferbedo, ein Bob, der mit wenigen Handgriffen in ein Board umgewandelt werden kann und dann im Stehen gefahren wird.

Ferbedo-Geschäftsführer Claus Rothenberger (li.) demonstriert die Messeneuheit Jetboard.

Foto: Blazina

Deutlich wurde auf der Messe auch, so der OB, dass Fürth als Standort der Spielwarenindustrie den Vergleich mit keiner Stadt der Welt zu scheuen brauche. Die Flaggschiffe wie eben Simba Dickie oder Bruder seien weltweit bekannt und hätten einen sehr guten Ruf. So habe die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Vorfeld der Spielwarenmesse der Firma Bruder eine halbe Seite gewidmet und das Burgfarrnbacher Unternehmen äußerst positiv dargestellt. „Eben als Beispiel für einen Betrieb, der dem Trend in der Spielwarenbranche seit Jahren erfolgreich trotzt,“ so Jung.

„Eigentlich,“ sagt der Oberbürgermeister scherzhaft, „können wir den Nürnbergern ja dankbar sein, dass sie für unsere Fürther Firmen eine Messe ausrichten, denn als Spielwarenstadt sind wir so stark wie nie.“

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