27.10.2009 - Wirtschaft
Neuer Investor für Sunline AG

Erfreuliche Nachricht für die 55 Beschäftigten der Sunline AG: Das insolvente Solarunternehmen hat einen neuen Investor gefunden. Die brandenburgische Algatec AG, einer der größten Solarmodulhersteller in Deutschland, beteiligt sich mehrheitlich am Fürther Unternehmen, das nun auf den neuen Namen Sunline Solar AG hört. Die 55 Angestellten sollen alle übernommen werden.

Im Beisein von OB Jung stellten Stefan Malik, Finanzvorstand des neuen Investors Algatec AG, Geschäftsführer Wismeth und Insolvenzverwalter Kubusch (v. li.) die Firma Sunline Solar AG vor.

Foto: Beres

Die neu gegründete Sunline Solar AG übernimmt Netz- und Projektgeschäft, Kundenstamm sowie Anlagevermögen der Sunline AG, die im Mai dieses Jahres Insolvenz beantragte. Von der ursprünglichen Aktiengesellschaft bleibt lediglich der Firmenmantel übrig. Das neue Geschäftskonzept stellte der bisherige Sunline-Chef Wolfgang Wismeth, der dem neuen Unternehmen als Minderheitsgesellschafter und Vorstand treu bleibt, vor Kurzem im Beisein von Stefan Malik, Finanzvorstand der Algatec AG, und Oberbürgermeister Thomas Jung der Öffentlichkeit vor.

Betriebsbedingte Kündigungen konnten vermieden werden, so dass das Fachwissen der Angestellten weiterhin zur Verfügung steht. Eine mögliche Konkurrenzsituation zwischen den beiden Solarfirmen schließen sowohl Wismeth als auch Malik aus. Vielmehr seien positive Synergieeffekte zu erwarten, betonten die neuen Geschäftspartner. Während Algatec vor allem auf dem ostdeutschen Markt und dem europäischen Ausland präsent sei, konnte Sunline in den 20 Jahren seines Firmenbestehen erfolgreiche Kundenkontakte in Bayern und Baden-Württemberg aufbauen. Auch die Stadt Fürth ist Kunde des Solarunternehmens, das die Photovoltaikanlagen auf dem Solarberg sowie auf dem Dach des Sozialrathauses errichtete.

OB Jung zeigte sich höchst erfreut über den positiven Ausgang der Insolvenz. Dies gebe Anlass zur Hoffnung, dass sich die Solarenergie auch in Krisenzeiten als standfest erweise – gerade in Fürth, der Großstadt mit der größten Photovoltaikdichte in Deutschland. Eine mögliche Erweiterung der Anlagen am West- und Osthang des Solarbergs sowie Möglichkeiten der Nutzung weiterer Freiflächen, zum Beispiel an den Autobahnausfahrten, würden in nächster Zeit geprüft, betonte Jung.

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