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21.1.2010 - Wirtschaft

Staatsregierung tagte in Fürth

Bei der Begrüßung sprach Oberbürgermeister Thomas Jung von einem historischen Ereignis. Und tatsächlich, es war das erste Mal, dass in Fürth eine Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung stattfand. Unter der Leitung von Ministerpräsident Horst Seehofer trat die komplette Ministerriege zusammen, um in der Stadthalle über die Unterstützung für die Region nach der Quelle-Krise zu beraten.

Im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Jung und den Kabinetts- mitgliedern trug sich Minister- präsident Seehofer ins Goldene Buch der Stadt Fürth ein.

Foto: Mittelsdorf

Eine Novum, das der OB geschickt zu nutzen wusste. Kurz bevor sich die prominenten Gäste ins Goldene Buch der Stadt Fürth eintrugen, überraschte er sie mit drei Anliegen, die, wie er erklärte, in der Kleeblattstadt besonders unter den Nägeln brennen und schwer alleine zu schultern seien. So brauche man dringend finanzielle Unterstützung beim Bau einer neuen Notaufnahme des Klinikums, bei der Errichtung einer neuen Feuerwache und schließlich beim Betrieb des Stadttheaters. Vor allem beim letzten Punkt sei es schwer zu verstehen, dass vergleichbare Musentempel eine weitaus höhere Förderung erhielten, als das Haus in Fürth.

Nicht zu übersehen war, dass Seehofer mit solch konkreten Gesuchen nicht gerechnet hatte. Doch er versprach spontan, sie in der Sitzung zu diskutieren und prüfen zu lassen. Das Ergebnis, das der Ministerpräsident bei der anschließenden Pressekonferenz verkündete, veranlasste OB Jung zur Aussage: „Das ist wie ein kleines Zusatzweihnachten“.

Denn das Kabinett zurrte nicht nur die bereits zugesagte 115 Millionen Euro schwere Strukturförderung für die Region Nürnberg, Fürth endgültig fest. Es sagte auch zu, dass die Förderung des Stadttheaters ab 2011 schrittweise erhöht werden soll, dass für die Notaufnahme des Klinikums noch heuer ein Bewilligungsbescheid für die Förderung ergehen soll und der Bau der Feuerwache mit 1,2 Millionen Euro statt der bisher vorgesehenen 800 000 Euro unterstützt wird.

Damit aber immer noch nicht genug der guten Nachrichten: Innenminister Joachim Herrmann kündigte an, dass bereits ab Juni 200 statt wie zunächst geplant 150 Beschäftigte für das Landesamt für Statistik in Fürth arbeiten sollen. (Eine Stellenausschreibung finden Sie bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am 17. Februar 2010 im rechten Bereich dieser Seite unter „Download“.) Ein Bestandteil des Strukturprogramms ist, dass die bislang in München ansässige Behörde mit rund 500 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren in die Kleeblattstadt zieht.

Nach der Tagung in der Stadthalle besuchte Seehofer die Uferstadt und besichtigte die dort ansässigen Wissenschaftseinrichtungen. Danach führte er Gespräche mit Trolli-Chef Herbert Mederer und Manfred Roth, Inhaber von Norma. Beide planen in Fürth kräftig zu investieren, hoffen aber ebenfalls auf Unterstützung aus der Landeshauptstadt, um ihre ehrgeizigen Vorhaben realisieren zu können. Der Ministerpräsident versprach auch hier eine Überprüfung, damit die Projekte möglichst bald den Durchbruch schaffen könnten.

Zum Abschluss des Besuchs sprach Ministerpräsident von einer erfreulichen und sachorientierten Zusammenarbeit mit den OBs aus Fürth und Nürnberg, bei der die Parteipolitik keine Rolle gespielt habe.

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