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18.2.2015

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

unsere Stadt ist eine soziale Stadt. Einige Beispiele: Bei uns können Kinder von Hartz-IV-Beziehern für 50 Cent ins Freibad gehen, ihre erwachsenen Begleiter zahlen nur einen Euro. Ich weiß natürlich, dass auch bei uns die Mieten steigen, aber sie sind nach wie vor die günstigsten aller bayerischen Großstädte. 

Die meisten unserer Freiluftveranstaltungen sind kostenlos und erlauben die Teilhabe aller Menschen unabhängig vom Geldbeutel. Der Fürth-Pass gewährt tausenden von Mitbürgerinnen und Mitbürgern finanzielle Entlastungen bei der Inanspruchnahme öffentlicher Dienstleistungen. Gerade auch für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hilft das Sozialticket dank ordentlicher Zuschüsse. Besonders freue ich mich, dass die Jugendarbeitslosigkeit stetig sinkt und so viele Fürtherinnen und Fürther wie noch nie in der Nachkriegszeit aktuell in Lohn und Brot stehen.

Beunruhigend dagegen finde ich die steigende Zahl der Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, weil ihre Rente nicht ausreicht. Zwar ist die Durchschnittsrente der Frauen bei uns etwas höher als in Erlangen und die Durchschnittsrente der Männer in Fürth leicht höher als in Nürnberg. Trotzdem steigt auch bei uns die Zahl der Grundsicherungsempfänger von Jahr zu Jahr an. Waren es 2005 noch 456 Senioren, für die die Rente nicht zum Leben ausreichte, so haben 2008 insgesamt 598 Menschen Unterstützung erhalten, 2013 waren es bereits 739.

Ähnlich sieht es in Mittelfranken aus, wo sich die Zahlen von 5436 in 2005 auf mittlerweile 8785 (2013) erhöht haben. Das wird sich in naher Zukunft leider nicht ändern. Unser reiches Land darf es aber nicht zulassen, dass Menschen, die oft jahrzehntelang gearbeitet und Kinder erzogen haben, im Alter auf finanzielle Hilfe angewiesen sind.

Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe kann aber nicht in den Städten und Gemeinden gelöst werden, hier muss die Bundesregierung endlich tätig werden. Ich glaube, dass beispielsweise die Anerkennung weiterer Kindererziehungszeiten bei Frauen ein wichtiger und richtiger Schritt wäre. Denn: Alle Menschen in Fürth brauchen eine Perspektive und müssen sich sicher sein können, nicht von den gesellschaftlichen Geschehnissen und Entwicklungen ausgeschlossen zu werden.

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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