Panoramabild der Stadt Fürth, Link zur Startseite
Fürther Rathaus Wirtschaft Stadtentwicklung Leben in Fürth Tourismus eDienste
undefined


10.6.2015

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

positiv über Fußball zu schreiben, fällt im Augenblick wirklich schwer. Vor allem die Vorgänge um die Fifa und ihren Skandal-Präsidenten Joseph Blatter trüben die Freude über die wohl schönste Nebensache der Welt ganz erheblich.

Auch die abgelaufene Saison der Spielvereinigung Greuther Fürth hat uns als eingefleischte Fans nicht begeistern können.  Außer dem bemerkenswerten 5:1 Derby-Auftaktsieg bleibt nicht viel Gutes in Erinnerung. Der Absturz vom Fast-Aufsteiger der Saison 2013/14 war brutal. Umso erleichterter bin ich,  dass wir den Klassenerhalt doch noch geschafft haben. Denn es geht im Ronhof  ja nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch um wichtige Arbeitsplätze, um Einnahmen in Millionenhöhe für den Verein, die auch uns als Stadt über die Steuern zu einem erheblichen Teil zugutekommen und um den unschätzbaren Bekanntheitsgrad in ganz Fußballdeutschland.

Deshalb verfolge ich mit großer Sorge die Entwicklung, dass sich immer mehr diejenigen Vereine durchsetzen, die große Sponsoren hinter sich haben, wie zum Beispiel  Ingolstadt mit Audi, Wolfsburg mit VW oder Leverkusen mit Bayer. Dadurch wird die Situation für Vereine ohne finanzstarke Geldgeber, und dazu gehört auch unsere Spielvereinigung, immer schwieriger.

Wir haben uns in Fürth daran gewöhnt, trotz der unterdurchschnittlichen finanziellen Möglichkeiten  in der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga  mitzuspielen. Das hat viele Jahre außerordentlich gut funktioniert und dafür sind wir der Spielvereinigung und ihrem Präsidenten, Helmut Hack, auch sehr dankbar.

Aber das Kleeblatt muss bei den geringen Sponsoring-  und Finanzmitteln jedes Jahr aufs Neue kämpfen, um sich im Profifußball dauerhaft und erfolgreich zu halten. Unser Traditionsverein muss dabei  kreativer, mutiger, gleichzeitig aber auch sparsamer als andere Vereine sein, die dicke Finanzpolster und Sponsorengelder hinter sich haben. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit Bescheidenheit, Fleiß und klugen Zukunftsinvestitionen auch weiterhin eine gute Chance haben,  im Profifußball mitzuspielen.

Denn die Spielvereinigung hat ein entscheidendes Fundament, das diesen Verein immer tragen wird: die große Tradition und die unerschütterlich treuen Fans. Hatten sich bei den Aufstiegsfeiern in Ingolstadt (130 000 Einwohner) gerade mal 8000 und in Darmstadt (154 000 Einwohner) 15 000 Anhänger versammelt, feierten hier vorm Rathaus im April 2012 über 30 000 Kleeblattfans in einem weiß-grünen Fahnenmeer ihren Aufsteiger. Diese Verbundenheit der Menschen in der Region mit unserer Spielvereinigung ist es, die mich trotz aller finanziellen Probleme in eine erfolgreiche weiß-grüne Zukunft blicken lässt.

Bis zum nächsten Anpfiff!

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

zurZurück VersendenversendenDruckendrucken
ImpressumAllg. DatenschutzinfoDatenschutz i. d. Fachbereichen
2021© Stadt Fürth
Sitemap Home Kontakt
Schnellsuche
erweiterte Suche