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14.9.2017 - Wissenschaftsstadt

Titel "Wissenschaftsstadt" mit Leben gefüllt

Wer seit Oktober 2007 die Stadtgrenze Fürth passiert, liest es offiziell auf dem Ortsschild: „Wissenschaftsstadt Fürth“. Ein Titel, den die Stadtspitze nicht ohne Stolz entgegen genommen hatte. Denn Fürth erhielt die Auszeichnung als erste Kommune in Bayern. Seitdem hat sich viel getan, wie Oberbürgermeister Thomas Jung sowie Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Horst Müller zehn Jahre später hochzufrieden bilanzierten.

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Horst Müller (li.) und OB Thomas Jung sind zufrieden mit der Entwicklung der Wissenschaftsstadt in den vergangenen zehn Jahren. 2018 kommt der Wissenschaftstag nach Fürth – den Staffelstab hat Müller bereits erhalten. Foto: Gaßner

„Als wir den Titel damals erhielten, galt es ihn mit Leben zu füllen. Heute können wir zu recht sagen, dass uns das gelungen ist“, so der OB. Vor allem in den Bereichen Neue Materialien und Werkstoffwissenschaften hat sich die Kleeblattstadt einen Namen gemacht. Flaggschiffe in der Uferstadt sind neben der Neuen Materialien Fürth GmbH das Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg sowie weitere Lehrstühle, die sich der Entwicklung neuer Werkstoffkonzepte und Fertigungsmethoden  widmen.

Ein weiteres Aushängeschild für die Wissenschaftsstadt Fürth: Das Fraunhofer Entwicklungszentrum Röntgentechnologie (EZRT), ehemals in der Uferstadt angesiedelt, das heute über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Golfpark Atzenhof beschäftigt. Und die Einrichtung, die in Sachen Materialprüfung international führend ist, befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Denn das Institut hat bereits für eine Standorterweiterung eine weitere Fläche auf dem Gelände gesichert, wie Müller verkündete.

Neben Material- und Prozesstechniken, die in den wissenschaftlichen Instituten in Fürth erforscht und in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden, erhalten die Themen Gesundheit und Pflege ebenfalls immer mehr Brisanz. Mit der Wilhelm Löhe Hochschule, der einzigen privaten Hochschule in Bayern, hat sich im Südstadtpark 2012 eine Einrichtung für Gesundheits- und Sozialmanagement angesiedelt, die sich durch anwendungsorientierte Forschung und Lehre, Interdisziplinarität und Praxisnähe auszeichnet. Um das Studienangebot auszubauen, investiert die Diakonie Neuendettelsau sieben Millionen Euro in einen Neubau in unmittelbarer Nähe, der Lern- und Aufenthaltsmöglichkeiten für weitere 210 Studierende bieten wird.

Denn was die Zahl der Studierende betrifft, besteht für den Hochschulstandort Fürth dringend Nachholbedarf, wie Jung bekennt. „In der Kleeblattstadt gibt es aktuell 103 Studienplätze, in Ingolstadt 6200 und in München 124 000“. Die Vision, das die Wissenschaftsstadt Fürth in zehn Jahren mit 1000 Studienplätzen und  zehn angesiedelten Lehrstühlen glänzen kann, ist für Jung und Müller durchaus realistisch. „Nach den bereits eingerichteten Lehrstühlen im Bereich der Materialforschung wird es mit der Ansiedlung eines Lehrstuhls für die Erforschung der Sozialen Marktwirtschaft im Ludwig-Erhard-Zentrum den ersten geisteswissenschaftlichen in der Kleeblattstadt geben“. Zudem sei man bemüht, den Universitätsstandort etwa in der Uferstadt weiter auszubauen. Eine schöne Ergänzung gerade im Bereich Materialforschung wäre der Lehrstuhl für Kunststofftechnik der FAU. Hier sei man bereits im Gespräch und durchaus auf positive Resonanz gestoßen, so der Wirtschaftsreferent.

 

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