18.12.2012 - Bauprojekte
Gelungene Fassadensanierungen

Jedes Jahr prämiert die Stadt Fassadenrenovierungen von öffentlich einsehbaren, den Charme Fürths prägenden oder unter Denkmalschutz stehenden Häusern. Denn das Stadtbild weiterhin nachhaltig zu verschönern, ist ein erklärtes Ziel der Kleeblattstadt, die bezogen auf die Bevölkerungszahl die höchste Dichte an Baudenkmälern in Bayern aufweisen kann. Die jährliche Prämie für gut gelungene Sanierungsmaßnahmen soll zum einen Anerkennung, zum anderen Anreiz für andere Hauseigentümer sein. „Es ist eine Geste, denn die Beträge sind eher bescheiden“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Jung, der die Urkunden an die Preisträger im Pfarrhof der Kirche St. Michael überreichte.

Der sogenannte Quarantäne-Bau in der Jakob-Henle-Straße 1 ist eines der für die gelungene Fassadenprämierung ausgezeichneten Objekten. Foto: Stadt Fürth, Bauaufsicht

Der sogenannte Quarantäne-Bau in der Jakob-Henle-Straße 1 ist eines der für die gelungene Fassadenprämierung ausgezeichneten Objekten.
Foto: Stadt Fürth, Bauaufsicht

Folgende fünf Objekte wurden ausgezeichnet:

Ottostraße 1: Hier handelt es sich um ein spätklassizistisches zweigeschossiges Sandstein-Wohnhaus mit flachgiebeligem Mittelrisalit und Satteldach. Der villenartige Bau wurde 1876/77 von Johann Söhnlein erbaut. Durch die gelungene Wohnhaussanierung gelang es nicht nur, die gesamte Straße aufzuwerten, sondern auch das bereits restaurierte Gebäude Ottostraße 2, in dem sich auch das Stadtmuseum befindet, in ein attraktives Gesamtbild zu rücken. Für diese gelungene Maßnahme sind Kosten in Höhe von rund 450 000 Euro angefallen, für die es eine Prämie von 1500 Euro gab. 
 
Das ehemalige „Sudhaus“ der Brauerei Konrad Dorn stand 13 Jahre leer. Nun wurden Lofts in gehobenem Wohnambiente geschaffen, gleichzeitig blieb der industrielle Charakter des Bauwerks erhalten.  Die Herausforderung: den auf dem Dach ansässigen Weißstorch bei den aufwändigen Umbauten nicht zu stören. Die Kosten betrugen zirka zwei Millionen Euro. Diplom-Ingenieurin Marita Walther erhielt dafür eine Zuwendung in Höhe von 1500 Euro.
 
Jakob-Henle-Straße 1: Der sogenannte Quarantäne-Bau, der 1931 bis 1935 errichtet wurde, ist ein zum städtischen Klinikum zugehöriges Gebäude und beherbergte früher das Infektionskrankenhaus. Seit Mitte der 1990er Jahre ist hier die Geriatrie untergebracht. Es wurden Fenster und Fassade saniert sowie das Dach neu eingedeckt und die Giebel aufgebaut. Die Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahmen betrugen rund eine Million Euro. Das Klinikum bekam eine Prämie in Höhe von 1500 Euro.

Pfarrhof 3: Bei dem unter Denkmalschutz stehenden evangelischen Pfarrhaus handelt es sich um einen stattlichen zweigeschossigen Satteldachbau mit Giebel zum Kirchenplatz und reichem Fachwerk, erbaut um 1700. Es ist das Hauptgebäude des Pfarrhofes und eines der bemerkenswertesten unter den erhaltenen Fachwerkhäusern in Fürth. Für die gut gelungene Fassadensanierung sind Kosten in Höhe von 200 000 Euro angefallen. Die Evangelisch-Lutherische Gesamtkirchengemeinde erhielt dafür 750 Euro.

Pfarrhof 5: Das Wohnhaus des dritten Pfarrers, nördlich an Pfarrhof Nummer 3 angebaut, hat ein langgestrecktes Satteldachhaus, im Erdgeschoss Quader, im Obergeschoss Fachwerk. Das um 1700 erbaute Gebäude ist Teil des Ensembles Altstadt, bei dem sowohl energetisch als auch das Fachwerk saniert wurde.  Angefallen sind Kosten in Höhe von zirka 320 000 Euro. Die Evangelisch-Lutherische Gesamtkirchengemeinde bekam auch hierfür eine Zuwendung von 750 Euro.

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