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24.10.2012

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat kürzlich die 100 größten deutschen Städte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit verglichen. Dabei erreicht Fürth einen ausgezeichneten 20. Platz (im Vergleich dazu Nürnberg: Platz 45).

Nachhaltigkeit ist derzeit ein vor allem in der Politik gerne verwendeter Begriff. Wir im Rathaus verstehen darunter, die Bereiche Soziales, Bildung,  Betreuung, Umwelt und Finanzen so auszustatten und zu entwickeln, dass sie über Jahre hinaus verlässliche Grundlagen für die jeweiligen Lebenssituationen unserer Bürgerinnen und Bürger und die nachfolgenden Generationen bieten. Konkrete Beispiele für nachhaltiges Arbeiten sind die konsequente energetische Sanierung städtischer Gebäude, die stetige Erhöhung des Baumbestandes (seit 2002 plus 2500), die Ausweitung des Radwegenetzes (plus 16 Kilometer), zahlreiche Maßnahmen der infra fürth gmbh zur Senkung des CO2-Ausstoßes (minus 160 000 Tonnen jährlich) und der kontinuierliche Ausbau der Kinderbetreuung.

Konnten wir in den Bereichen bereits Umwelt und Energie spür- und sichtbare Erfolge verzeichnen, bleibt bei der flächendeckenden Kinderbetreuung noch einiges zu tun. Der aktuelle Versorgungsgrad mit Krippenplätzen liegt bei 25 Prozent, Ende 2013 wollen ihn auf mindestens 35 Prozent erhöhen.

In Sachen Bildung setzen wir auf nachhaltig wirksame Konzepte. So können seit rund drei Jahren dank der gezielten Fördermaßnahmen und des hervorragenden Zusammenwirkens von Schulen und Wirtschaft immer mehr Absolventen der Fürther Mittelschulen in qualifizierte Ausbildungsplätze vermittelt werden.

Förderlich für das Thema Bildung ist natürlich auch die positive Entwicklung Fürths als Wissenschaftsstadt. Mit der Gründung der Wilhelm-Löhe-Universität, dem stetigen Ausbau der Materialwissenschaften in der Uferstadt und dem Neubau des Fraunhofer Instituts im Golfpark Atzenhof haben wir wichtige und zukunftsträchtige Einrichtungen vor Ort.

Von großer Bedeutung ist zudem, dass der städtische Haushalt 2012 und 2013 keine Neuverschuldung mehr aufweist. Und ab 2014 wollen wir dann auch mit dem Schuldenabbau beginnen. Auch damit entlasten wir nachfolgende Generationen.
Nicht mehr verbrauchen, als Neues entstehen oder nachwachsen kann – dieses einfache, aber bestechende Prinzip der Nachhaltigkeit ist sicherlich der wichtigste Maßstab politischen Handelns in heutiger Zeit. Daran wollen wir uns noch mehr als bisher orientieren.

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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