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10.5.2002 - Kunst & Kultur

Fürth verneigt sich vor Ludwig Erhard

Mit einem großen Festakt hat der Ludwig-Erhard-Initiativ-Kreis an den ehemaligen Wirtschaftsminister und Bundeskanzler erinnert. Anlässlich des 25. Todestages des in aller Welt berühmten Sohns Fürths waren zahlreiche prominente Ehrengäste in die Stadthalle gekommen, darunter der Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, der die Festansprache hielt, die stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer, der BDI-Vizepräsident Hans-Olaf Henkel und die Enkelin Ludwig Erhards, Susanne Steinrück.

Enthüllung einer Bronze-Büste der Künstlerin Eva Hermann, die den markanten Kopf Erhards zeigt.

Foto: Mittelsdorf

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Enthüllung einer Bronze-Büste der Künstlerin Eva Hermann, die den markanten Kopf Erhards zeigt. Sie soll in den nächsten Wochen einen Platz vor dem Wirtschaftsrathaus am Königsplatz finden. Die mehr als 1000 Besucher der Gedenkveranstaltung konnten darüber hinaus sogenannte vergoldete Zweimarkstücke mit dem Konterfei des berühmten Fürthers und sogenannte Wirtschaftswunder-Zigarren erwerben. Dabei handelte es sich um die Hausmarke Erhards, die er stets von einem Fürther Geschäft bezog.


Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung würdigte den Vater des Wirtschaftswunders als einen Mann, der wie kaum ein anderer die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts in Deutschland geprägt hat. "Wenn oft von der Ära Adenauer gesprochen wird, dann ist es sicher genauso gerechtfertigt, von einer Ära Erhard zu sprechen", so das Fürther Stadtoberhaupt. Dank seiner mutigen und ausgewogenen Wirtschaftspolitik und durch die Einführung der sozialen Marktwirtschaft habe er das Fundament bereitet, dass sich die Bundesrepublik Deutschland zu einer der führenden Industrienationen der Welt entwickeln konnte. Wenig Verständnis zeigte der OB für die Entscheidungen des Fürther Stadtrates in den Jahren 1967 und 1977, als sich der Ältestenrat zweimal gegen die Verleihung der Ehrenbürger ausgesprochen hat: "Ich bedauere diese Fehlentscheidungen, denn sie haben dem Ansehen Fürths Schaden zugefügt und Ludwig Erhard persönlich verletzt" sagte er.


Jung dankte dem Initiativkreis für seine Bemühungen, das Gedenken und das Erbe Erhards wieder mehr ins Bewusstsein der Fürther Öffentlichkeit zu rücken und sagte dabei seine volle Unterstützung zu.


Ludwig Erhard, von 1949 bis 1963 Bundeswirtschaftsminister und von 1963 bis 1966 Bundeskanzler starb am 5. Mai 1977. An sein Wirken soll ein mit 5000 Euro dotierter Preis erinnern, den der von Georg Rupprecht geleitete Initiativkreis auslobt. Im Mai 2003 wird er zum ersten Mal für eine herausragende Doktorarbeit an fränkischen Universitäten vergeben. Moderiert wurde der Festakt vom Vorsitzenden des Industrie- und Handelsgremiums Fürth, Christian Nowak. Er gilt als Motor des Initativkreises und seiner Aktivitäten. Stadtheimatpflegerin Barbara Ohm, die eine Ausstellung über Erhards Jahre in Fürth zeigte, wird einen Stadtspaziergang über den berühmten Sohn der Stadt veröffentlichen.


Nach der Rede von Ministerpräsident Edmund Stoiber, der sich für eine Neubesinnung auf die Soziale Marktwirtschaft aussprach, fand eine Podiumsdiskussion zum Thema "Soziale Marktwirtschaft - Anspruch und Wirklichkeit" statt, an der neben Ursula Engelen-Kefer und Hans-Olaf Henkel der Präsident der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, Hans-Peter Schmidt, und der Volkswirtschaftler Professor Dr. Wolfgang Harbrecht von Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg teilnahmen.


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