7.11.2006 - Soziales & Gesundheit
Segen für Allgemeinwohl

Wie man nach seinem Ableben Gutes tun kann und dadurch immer im Gedächtnis bleibt, hat das kinderlose Ehepaar Karl und Anna Leupold in beispielhaf- ter Weise demonstriert: die beiden Fürther gründeten aus ihrem Vermögen eine Stiftung, die dem Allgemeinwohl zugute kommen sollte und in der Kleeblattstadt schon viel Gutes bewirkt hat. So wurden zahlreiche gemeinnützig tätige Einrichtungen unterstützt, Projekte realisiert und unbürokratische Hilfe geleistet.

Im Stiftungsaltenheim: Geschäftsführer Hatto Bauer (re.) und Leiterin des Alten- und Pflegeheimes Charlotte Talmon-Gros (3. v. li.).

Foto: Mittelsdorf

Kein Wunder also, dass Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung anlässlich der Bekanntgabe der diesjährigen Ausschüttung die Karl-und-Anna-Leupold-Stiftung als Nummer Eins der Nachkriegsstiftungen bezeichnete und das segensreiche Wirken hervorhob.

Vorsitzender und Geschäftsführer ist der Notar Hatto Bauer, der gemeinsam mit einem dreiköpfigen Beirat über die Verteilung der jährlichen Spenden entscheidet. Er berichtete, dass auch 2006 wieder insgesamt etwa 170 000 Euro an Bedürftige und gemeinnützige Einrichtungen weitergegeben wurden. Stellvertretend für alle stellte Bauer, der für sein langjähriges Wirken 2001 mit dem Goldenen Kleeblatt der Stadt Fürth ausgezeichnet wurde, einen Badelift für das Stiftungsaltenheim vor und überreichte einen Scheck in Höhe von 20 000 Euro an die Lebenshilfe für den Ausbau der beschützenden Werkstätten.

Insgesamt hat die Leupold-Stiftung seit 1973 etwa 3,2 Millionen Euro aufgebracht. Immer ging es dabei darum – wie Hatto Bauer sagte – dem Gedanken der Eheleute gerecht zu werden, die nach dem Motto lebten „Wenn es uns gut geht, soll es auch anderen gut gehen“. Ein Haltung, die OB Jung als beispielhaft bezeichnete: „Ich hoffe, dass sich auch in Zukunft Fürther Bürgerinnen und Bürger die Einstellung dieser Stifterfamilie zum Vorbild nehmen.“

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