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21.5.2007 - Soziales & Gesundheit

Gemeinsame Gartenarbeit

Polen liegt neben Rumänien, einige Meter weiter sind Togo und die Türkei beheimatet. Die Rede ist nicht von einer imaginären Landkarte, sondern von den Fürther Interkulturellen Gärten auf einem 2000 Quadratmeter großen Gelände am Ufer der Rednitz auf Höhe der Weiherstraße. Dabei handelt es sich um 30 mit kleinen Flaggen versehene Einzelparzellen für den Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern, die 25 Bürger-innen und Bürgern aus 16 Nationen bepflanzen und pflegen. Eine Besonderheit ist, dass die Beete nicht wie in Schrebergärten eingezäunt sind, sondern offen nach allen Seiten aneinandergrenzen.

In den Interkulturellen Gärten ziehen nicht nur die erwachsenen Fürtherinnen und Fürther unterschiedlicher Nationalitäten an einem Strang. Auch die Kleinen halfen beim Pflanzen einer Linde mit.

Foto: Mittelsdorf

Genau darin besteht auch die Idee der direkt an der neuen Uferpromenade gelegenen grünen Einrichtung, die vom Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) initiiert und konzipiert wurde. Die Kontaktstelle für Menschen, die sich aktiv in die Gesellschaft einbringen möchten, setzt sich seit dem Frühjahr 2005 für das Integrationsprojekt ein, das dieser Tage mit allen Beteiligten und zahlreichen Gästen Eröffnung feierte.

Ziel ist, ein Miteinander und einen ständigen Austausch der Fürther Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Nationalitäten zu etablieren und so die soziale Integration von Migrantenfamilien zu fördern. Dazu dienen auch Gemeinschaftsflächen und Gebäude.

Wie gut die Gärten angenommen werden, verdeutlichte Friedel Pasquazzo bei der Eröffnung: „Von den 30 Parzellen sind fast alle vergeben.“ Die ZAB-Mitarbeiterin dankte allen Beteiligten für die Unterstützung. Ohne das Mitwirken des Baureferates der Stadt Fürth, das bei Konzeption und Umsetzung half, sowie der Einbindung des Wirtschaftsreferates wäre die Realisierung nicht möglich gewesen.

Angelegt und errichtet wurden die Gärten samt Gebäude von langzeitarbeitslosen Innenstadtbewohnern im Rahmen des von der städtischen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft elan gGmbH betreuten EU-Ziel 2-Projektes FROG (Fürther Freiflächen Ressourcen orientiert gestalten). Dadurch sollen Problemgebiete in der westlichen Innenstadt aufgewertet, die soziale Infrastruktur verbessert und Arbeitslose im Bereich Garten- und Landschaftsbau qualifiziert werden. Was ebenfalls von großem Erfolg gekrönt war, wie elan-Projektleiter Uwe Bühling mitteilte: „Von den 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten neun in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.“ Die Finanzierung der Interkulturellen Gärten erfolgte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, der ARGE Fürth, des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, der Stadt Fürth und des Förderprogramms „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung sieht in dem Integrationsprojekt eine wichtige Bereicherung für die Innenstadt und freut sich, dass das Gelände, das früher mit Unkraut bewachsen und mit Müll verunreinigt war, nun ein attraktiver Bestandteil der neuen Uferpromenade ist. 

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