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14.3.2007 - Kinder, Jugend, Schulen

Kinder lernen gemeinsam

In der Pestalozzischule lernen seit mehr als vier Jahren Grundschüler mit behinderten Kindern der Hallemann-Schule zusammen. Ein in Bayern einzigartiges und erfolgreiches Kooperationsmodell, das zu Beginn des Schuljahres nicht nur fortgesetzt, sondern ausgebaut wurde. Denn für die Jungen und Mädchen, die im vergangenen Jahr die vierte Klasse abgeschlossen haben, ging es in der fünften weiter. Hinzu kam die 1a, zu der 18 Pesta- und acht Hallemannkinder gehören. Sie erhielt dieser Tage Besuch von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Schulamtsdirektorin Ulrike Merkel und Schulleiter Hans Peter Haas.

 

Kurz vor Unterrichtsschluss setzen sich die Kinder zusammen in einen Kreis, erzählen von ihren Erlebnissen und singen. Diesmal mit Schulamtsdirektorin Merkel (re.) und OB Dr. Jung (Mitte).

Foto: Mittelsdorf

Das Konzept sieht zwar keine gemeinsamen Lese-, Deutschund Mathematikstunden vor, doch beim so genannten offenen Unterricht, der zum Beispiel Heimat- und Sachkunde oder Musik und Kunsterziehung beinhaltet, wird die Türe zwischen den zwei aneinander angrenzenden Klassenzimmern geöffnet und die Kinder arbeiten parallel oder gemeinsam. Dabei lernen sie miteinander und voneinander. Die Hallemänner indem sie nachahmen, die Pestakids indem sie an soziale Kompetenz gewinnen. „Sie lernen, dass es normal ist, verschieden zu sein“, erläutert Haas. Der Rektor kann auch berichten, dass die Akzeptanz bei der Anmeldung sehr hoch war und viele Eltern ihre Sprösslinge in die Kooperationsklasse geben wollten. Ein entscheidender Aspekt für den Erfolg des Modells sei aber auch, dass es eine Ganztagsbetreuung vorsieht. So essen die Kinder gemeinsam zu Mittag und verbringen Freizeit miteinander.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung ist ein starker Befürworter des integrativen Projektes. Einen wichtigen Grund für die positiven Ergebnisse sieht er in der guten Zusammenarbeit der Schulleitungen und in der Unterstützung durch das staatliche Schulamt. In Zukunft will er für solche Vorhaben werben und sie fördern. Auch in der Kleeblattstadt gibt es seiner Meinung nach noch Bedarf: „Wir verfügen zwar über drei integrative Kindergärten, doch im Schulbereich kommt es meistens zu einem Bruch, da kann noch mehr gemacht werden.“

Für den Unterricht verfügt die Schule über zwei „flexible Klassenzimmer“, die mit einem besonderen Mobiliar ausgestattet sind. Damit können Tische in Windeseile umgestellt und auf gemeinsames Lernen ausgerichtet werden.

Ermöglicht wurde dies durch eine Spende von Oliver Fürstenhöfer, dessen Filius vier Jahre lang mit behinderten Kindern gelernt hat und nun ins Gymnasium gewechselt ist. Bei der Übergabe eines Schecks (wir berichteten) betonte er, dass er auf diese Weise etwas für das besondere Schulerlebnis seines Sohnes zurückgeben möchte.

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