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12.8.2003 - Bauprojekte

Abrissobjekt wird wieder zum Schmuckstück der Innenstadt

Früher war es ein Aushängeschild der Stadt, das viele prominente Besucher wie etwa den Mainzer Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn anlockte, später sollte es wegen seines heruntergekommenen Zustands abgerissen werden, weil es lange Zeit als Schandfleck der Innenstadt galt. Heute zählt das Lochnersche Gartenhaus zu den ehrgeizigsten Sanierungs-Projekten in der Innenstadt. Und wieder kamen hochrangige Gäste aus München in die Kleeblattstadt. Diesmal allerdings, auf Grund des historischen Werts des Gebäudes und des Funds des mit der Restauration beauftragten Architektenduos Hermann Keim und Claus Giersch.. Unter der Leitung von Generalkonservator Professor Dr. Johannes Greipl besuchte eine Delegation des Landesamtes für Denkmalschutz den Bau, um sich von den aufwändigen Restaurationsarbeiten zu überzeugen und die kunstvolle Wandbemalung zu begutachten, die mit viel Sorgfalt in verschiedenen Räumen freigelegt worden war.

Dabei handelte es sich in erster Linie um das Empfangszimmer des früheren Eigentümers Pfarrer Daniel Lochner, der das Anwesen zu Beginn des 18. Jahrhunderts erweitern ließ und als Gartenhaus nutzte. "Früher war das Objekt ein Vorzeigebau, das weit über die Region hinaus bekannt war", erklärt Keim, der zusammen mit Giersch schon im nächsten Jahr einige Räume als Architekturbüro nutzen will. Bislang wurden insgesamt elf Landschaftsbilder entdeckt, die den Glanz vergangener Tage verdeutlichen und laut Giersch etwas Einzigartiges darstellen.

Als Bauherr des Projektes fungiert die Stadt Fürth, die auch im Besitz des Grundstückes ist. Nebengebäude, alte Schuppen und die seit vielen Jahren verwaiste Freifläche verschwinden. Dafür entstehen weitere attraktive Wohnungen, eine Quartierstiefgarage mit rund 54 Stellplätzen und ein Blockinnenbereich, der Kindern ideale Spielmöglichkeiten bietet. Für Baureferent Joachim Krauße und Bürgermeister Hartmut Träger ist das Lochnersche Gartenhaus ein Paradebeispiel für erhaltende Sanierungsprojekte. Obwohl die Substanz dieses Baudenkmals stark heruntergekommen ist, lohnt es sich diesen kostbaren Schatz zu restaurieren. Die Kosten von rund einer Million Euro werden nur zu etwa 30 Prozent von der Stadt getragen. Der überwiegende Teil wird durch Fördergelder aus dem Soziale-Stadt-Topf und anderen Quellen wie dem Entschädigungsfond des Wissenschaftsministeriums finanziert.

Nach Beendigung des Vorhabens überträgt die Stadt Fürth das Gartenhaus an die von der WBG verwaltete König-Ludwig-Stiftung und erhält so die Investitionskosten zurück. Danach wird das Gebäude an die Architekten vermietet.

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