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16.1.2003 - Solarstadt

Solarstadt Fürth ist auf dem Weg

"Fürth ist einen wichtigen Schritt weitergekommen, sich als Solarstadt zu etablieren." Mit diesen Worten verkündete Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung die freudige Nachricht, dass auf sechs weiteren Schuldächern Photovoltaikanlagen ans Netz gegangen sind.

In den nächsten Tagen werden die Restarbeiten auf den Schuldächern der Hauptschulen Stadeln und Soldnerstraße, des Hardenberg-Gymnasiums, der Dr.-Gustav-Schickedanz-Schule, der Außenstelle John-F.-Kennedy-Schule der Grund- und Hauptschule Kiderlinstraße sowie der Hans-Böckler-Real- und Wirtschaftsschule abgeschlossen sein. Bei idealen Bedingungen erreichen die Anlagen eine Gesamtleistung von 200 Kilowatt. Weitere 50 Kilowatt produzieren die bereits 2001 installierten Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Helene-Lange-Gymnasiums und der Grund- und Hauptschule Kiderlinstraße.

Beim Ortstermin auf dem Dach der Hans-Böckler-Schule, die mit 60 KWp die größte Anlage erhalten hat, dankte Dr. Jung vor allem der Bremer Firma WPD GmbH (Wind Project Development), die 1,2 Millionen Euro in diese regenerative Stromerzeugung investiert hat. Neben der Umwelt, die wegen geringerer Schadstoffemissionen entlastet wird, profitiert auch die Für-ther Wirtschaft von dem Projekt, da die WPD den Auftrag zur Installation und Wartung der über 1440 einzelnen Solarmodule vor Ort vergeben hat.

Und auch der pädagogische Effekt soll eine bedeutende Rolle spielen: Den Schulen versprach der Geschäftsführer der ausführenden Firma, eigene Anzeigen zu montieren, so dass alle wichtigen Daten auch für den Unterricht verwendet werden können. OB Dr. Jung hofft, dass der Umgang mit Solarenergie für die Jugendlichen auf diese Weise genauso selbstverständlich werde, wie es für frühere Generationen der Umgang mit Kohle oder Gas gewesen sei.

Nach dem Schuldächerprojekt hat das Stadtoberhaupt schon das nächste, noch größere Solarprojekt im Auge: Er möchte den Südhang des rekultivierten Atzenhofer Müllberg zu einem solaren Wahrzeichen Fürths machen. Die Eckdaten verdeutlichen die Größenordnung: Rund 4,8 Millionen Euro würde die Ein-Megawatt-Anlage mit einer Nutzfläche von 9000 Quadratmetern kosten, die viermal soviel Strom erzeugen könnte, wie alle acht Schulanlagen zusammen. Über ein Bürgerbeteiligungsmodell könnten sich dann auch Privatpersonen mit einer Summe ab 2500 Euro beteiligen. Der Vorteil für Anleger: Neben den Erträgen aus der Stromeinspeisung ins Netz locken auch Steuervorteile.

Und so verband der Oberbürgermeister seinen Dank für die parteiübergreifende Kooperation beim Schuldächerprojekt mit der Hoffnung, dass auch das solare Großprojekt in Atzenhof einvernehmlich Ende Januar im Stadtrat und mit städtischer Beteiligung auf den Weg gebracht werden könne. Die technische Machbarkeit hat das Amt für Umweltplanung unter Leitung von Johann Gerdenitsch bereits geprüft. Gerdenitsch spricht bereits von einem "solaren Kraftwerk, das in punkto Leistung und CO2-Entlastung durchaus mit Wasserkraftwerken an der Rednitz mithalten kann".

Darüber hinaus wird das Amt per Luftaufnahme weitere Dächer privater wie städtischer Gebäude in Fürth auf ihre Eignung überprüfen. Interessenten können sich schon jetzt mit Johann Gerdenitsch unter Telefon 974-12050 in Verbindung setzen.

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