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26.9.2003 - Solarstadt

Spatenstich für Nordbayerns größte Photovoltaikanlage

Mit dem Spatenstich für die größte Photovoltaikanlage Nordbayerns hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung das bislang bedeutendste Projekt für regenerative Energie in der Kleeblattstadt auf den Weg gebracht. Aus dem rekultivierten Atzenhofer Müllberg wird durch die 4,65 Millionen Euro Investition, für deren Finanzierung die Sparkasse Fürth verantwortlich zeichnet, ein Energieberg.

Für Dr. Jung ist die Photovoltaikanlage auf einer Fläche von fast zwei Hektar und mit einer Nennleistung von rund 1000 kWp das Aushängeschild der Solarstadt Fürth. "Mit dem neuen Wahrzeichen der Stadt Fürth geht für mich ein persönlicher Traum in Erfüllung." Die Anlage ergänzt das mit 1,2 Millionen Euro Investitionsvolumen bereits erfolgreich abgeschlossene solare Schuldächerprojekt. Weitere Projekte sind bereits in Planung und sollen folgen.

950 000 Kilowattstunden werden pro Jahr naturverträglich erzeugt. Dank eines ausgeklügelten Finanzierungsmodels, das unter anderem ein Bürgerbeteiligungsmodell beinhaltet, gewinnt aber nicht nur die Umwelt durch Einsparung von jährlich über 400 Tonnen des schädlichen Treibhausgases CO2, sondern jeder einzelne Investor. Das Beteiligungsangebot der Sparkasse Fürth verspricht immerhin eine Rendite von 4,5 Prozent vor Steuern.

Auch die heimische Wirtschaft profitiert von dem Projekt: Im Fürther Werk der Firma Siemens werden die Wechselrichter gebaut, die den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom umwandeln, erläuterte Geschäftsgebietsleiter Dr. Helmut Ludwig. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich ist dank des erheblich gewachsenen Solargeschäfts von 5 auf 25 gestiegen. Für den Bau der Anlage und die Montage der 7200 einzelnen Module samt Wartung zeichnet die Fürther Firma GWU Solar um Geschäftsführer Wolfgang Wismeth verantwortlich. Insgesamt werden 7200 Solarmodule eingesetzt. Jeweils 18 solcher Einzelteile werden zu 400 Modultischen zusammengefasst und am Südhang der Mülldeponie im Erdreich verankert. Um die Photovoltaikanlage "naturverträglich" zu gestalten, sind umfassende Maßnahmen zum Schutz gegen Bodenerosion geplant.

Der geschätzte Solarstrom von 950 000 Kilowattstunden jährlich wird ins Netz der infra fürth gmbh eingespeist und über das Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) 20 Jahre lang mit gesetzlich festgelegten 45,7 Cent je Kilowattstunde vergütet. Die Inbetriebnahme ist in Teilabschnitten je nach Baufortschritt zwischen Oktober bis Dezember 2003 geplant.

Zwei Drittel der Gesamtsumme von 4,65 Millionen Euro finanziert die Sparkasse Fürth über zinsgünstige Darlehen. Das restliche Drittel, rund 1,6 Millionen Euro, das als Eigenkapital erforderlich ist, soll über ein Bürgerbeteiligungsmodell aufgebracht werden. 500 000 Euro davon steuert die Stadt Fürth aus ihrer Deponierücklage als Anleger bei, 50 000 Euro die infra fürth gmbh. "Auch ich persönlich werde mich gerne und aus Überzeugung beteiligen", betonte der Oberbürgermeister. Sparkassendirektor Rainer Heller gab bekannt, dass man die Hälfte des noch benötigten Eigenkapitals von 1 Million Euro bereits beisammen habe. Johann Gerdenitsch, Leiter der Umweltplanung und Ideengeber der Solaranlage sieht noch ein erhebliches Potenzial an geeigneten Dachflächen für weitere Projekte in Fürth. Wenn die 1000-kWp-Anlage Ende des Jahres komplett ans Netz gegangen sei, werde Fürth in der Solarbundesliga sicherlich einen Spitzenrang einnehmen.

Die Geschäftsführung der Photovoltaikanlage liegt bei der Bremer WPD Verwaltungs GmbH, mit der die Stadt schon beim solaren Schuldächerprojekt zusammen gearbeitet hat. Als Betreiber fungiert die WPD Biomasse & Solar Fonds Nr. 3 GmbH & Co. KG.

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