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4.6.2004 - Umwelt

Das Fürther Pegnitztal bekommt ein neues Sandparadies

Wo noch vor einem Jahr ein eintöniger Rasen und verbuschte ungepflegte Hänge den Pegnitztal-Radweg säumten, wird man schon bald eine Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren bewundern können, wie beispielsweise die Sandgrasnelke, die Blauflügelige Ödlandschrecke oder den Sandlaufkäfer.

Damit sich diese seltenen und deshalb auch geschützten Arten an der Kleinen Mainau wieder ansiedeln können, musste etwas nachgeholfen werden: Im Rahmen des Naturschutzprojektes SandAchse Franken wurde bereits im vergangenen Herbst auf einer Fläche von 1.500 Quadratmeter die Gebüsche entfernt, der humose Oberboden abgetragen und durch feinen Sand ersetzt. Riesige Mengen Sand fielen bei der letztjährigen Renaturierung der Pegnitz an und konnten so gleich vor Ort wieder eingebaut werden. So entstand eine offene Sandfläche, die gerade wegen ihrer extremen Nährstoffarmut und hohen Sonneneinstrahlung den Sandspezialisten einen idealen Lebensraum bietet.

Um die Besiedelung der Sandfläche zu beschleunigen, haben Schüler und Schülerinnen der Berufsschule Fürth, Abteilung Agrarwirtschaft die Böschung an der Kleinen Mainau mit typischen Sandarten bepflanzt. Mit Schaufel und Spaten ausgerüstet, hat die Schülerguppe im Rahmen eines Praktikumtages zahlreiche Quadratmeter Grassoden aus einem Magerrasen in Nürnberg-Ost entnommen, nach Fürth transportiert und dort wieder eingepflanzt. Da die Fläche in Nürnberg in wenigen Wochen überbaut wird, konnten sie dadurch die wertvollen Pflanzen retten.

Die Schüleraktion wurde von der Agentur SandAchse, dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken und der städtischen Umweltplanung fachlich betreut. Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken bemühte sich um die Förderung der Maßnahme: 70% der Kosten werden über das staatliche Landschaftspflegeprogramm bezuschusst, 5% kommen vom Bezirk Mittelfranken.

Die SandAchse Franken ist das größte Naturschutzprojekt in Bayern. Das Projektgebiet umfasst ca. zweitausend Quadratkilometer und erstreckt sich zwischen Bamberg und Weißenburg. Die Projektträger sind Bund Naturschutz e.V., Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. und Landesbund für Vogelschutz e.V.

Weitere Informationen gibt es bei der Sandachse Mittelfranken und dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken.

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