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25.9.2007 - 1000 Jahre Fürth

40 Jahre Modellbau für die Stadt

Anno 1967 suchte die Stadt Fürth einen Modellbauer. „Das hatte ich zufällig in der Zeitung gelesen und mich beworben“, erzählt Reinhard Thielsch, Modellbauer des Fürther Stadtplanungsamtes, heute. Dabei sei er eigentlich gelernter Werkzeugmacher gewesen. Eher zufällig habe er einem Freund bei der Konstruktion eines Modells geholfen und dabei Gefallen an der filigranen Tätigkeit gefunden.

Modellbauer Reinhard Thielsch zeigte beim Eisenbahn- und Busfestival Modelle.

Foto: Kögler

Die stolzen 40 Jahre, die er nun im Dienste der Stadt verbracht hat, sind ihm dabei nie lang geworden. „Ich kann ganz offen sagen: Die Arbeit hier macht mir immer noch genau soviel Spaß wie am ersten Tag“, so Thielsch während er genüsslich seine Pfeife stopft und ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Neben dem Fertigen der Miniaturkonstruktionen sei er auch oft in Sachen Fotografie im Auftrag der Stadt unterwegs. Doch seine große Leidenschaft ist und bleibt das Modellbauen. Je detaillierter, umso besser.

Am wohlsten fühlt sich der 62- Jährige, wenn er sich richtiggehend „in das Modell hineindenken“ kann. Gelegenheit dazu hatte er in den vergangenen vier Jahrzehnten reichlich. Zu seinen Arbeiten zählt neben der Synagoge, dem Fürther Klinikum und dem Schloss Burgfarrnbach auch der historische Ludwigsbahnhof, den er jüngst fertig stellte. Rund ein halbes Jahr benötigte Thielsch für die Nachbildung eines der ersten Bahnhöfe Deutschlands. Dabei ist jede noch so kleine Einzelheit von Hand gefertigt.

Anders wäre die historisch exakte Detailtreue kaum zu bewerkstelligen. Es braucht einiges an Vorarbeit, bevor sich der Modellbauer ans Werk macht. Neben den vergilbten Originalplänen, alten Fotos aus dem Stadtarchiv oder historischen Abbildungen, kam ihm diesmal auch der Zufall zu Hilfe. Im Wartezimmer seines Zahnarztes fiel ihm ein Buch des ehemaligen Fürther Stadtrates Hans Lotter in die Hände, in dem dieser nebenbei die Farbgebung des Ludwigsbahnhofes erwähnte. Eine große Hilfe für Thielsch, dem nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus der Gründerzeit zur Verfügung standen.

Auch seien für den Modellbauer ein „gutes Vorstellungsvermögen und das Gefühl für Dimensionen“ unentbehrlich. Und wer seine originalgetreue Nachbildung des historischen Ludwigsbahnhofs betrachtet, kann zumindest erahnen, wie viel Zeit und Leidenschaft sich hinter der schmucken Fassade verbirgt. Auch wenn Thielsch bei seinen Modellen es meist mit kleineren Maßstäben zu tun hat, für die Stadt Fürth hat er in seiner 40-jährigen Tätigkeit zweifelsohne Großes geleistet.

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