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28.2.2003 - Wirtschaft

Intelligente Lösungen zur Serienreife führen

Mit diesem Erfolg hatten selbst die Veranstalter - Bayern Innovativ und das Kompetenzzentrum Neue Materialien - nicht gerechnet: 570 Teilnehmer aus elf Ländern, darunter das "Who is who" der deutschen Werkstoffwirtschaft, zählte das Symposium "Material Innovativ" mit den Schwerpunkten Automobil sowie Freizeit und Sport in der Fürther Stadthalle.

Beide Branchen sind von immer neuen Werkstoffen und Materialien abhängig, die ihre Produkte - seien es nun Autos oder Joggingschuhe - schneller oder leichter, stabiler oder haltbarer, kurz: einfach intelligenter machen. Ein Beispiel aus Fürth: Die Uvex Sports GmbH &Co. KG suchte auf der Fachmesse nach Partnern, die eine neuartige Skibrille günstig produzieren. Diese solle sich per Knopfdruck blitzschnell von glasklar auf starke Tönung umschalten lassen, wie Geschäftsführer Werner Grau erläuterte. Als weitere mögliche Einsatzgebiete nannte er die Visiere von Motorradhelmen.

Der Erlanger Professor und Geschäftsführer der Neue Materialien Fürth (NMF) GmbH Robert F. Singer sieht die Hauptaufgabe seines Hauses darin, bezahlbare Verfahren und Prozesstechniken zu entwickeln, die die innovativen Ideen zur Serienreife führen. Als Beispiel nannte er eine vor knapp drei Monaten in der Neue Materialien Fürth GmbH eingebaute Spritzpresse, die im so genannten Strangablegeverfahren Kunststoffspritzguss und Folie in einem Arbeitsgang miteinander verbindet. An einer Kartentasche für die Innenseite einer Autotür machte er das Einsatzgebiet dieser Technik deutlich. Das Ziel der nächsten Jahre sei es, Verfahren zu entwickeln, mit denen eine ganze Tür auf einmal gefertigt werden könne, die nicht nur optischen, sondern auch sicherheitstechnischen Anforderungen genüge.

Für Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung ist die einzigartige Konzentration von Einrichtungen und Unternehmen auf dem Feld der Neuen Materialien im Technikum Fürth daher ein Glücksgriff für die Stadt. Wichtig ist ihm auch, dass die Unternehmen durch den Technologietransfer direkt profitieren - und damit auch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in der Stadt Fürth und der gesamten Region. Sein Dank galt vor allem Professor Singer, der es geschafft habe, den Namen Fürths als Innovationsschmiede bekannt zu machen.

Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner ging sogar soweit, die innovativen Einrichtungen in der Uferstadt, dem ehemaligen Grundig-Areal, als "Keimzelle der Forschung" zu bezeichnen. Als schönes Beispiel für das von Spitzner betitelte fränkische "Silicon Valley" für neue Werkstoffe könnte eine Innovation von adidas Salomon und Audi dienen: Gemeinsam wurde ein speziell gedämpfter Schuh entwickelt, der dem Fuß bei jedem Schritt neuen Schwung gibt. Neue, intelligente Ideen für neue Produkte.

Das Ziel des Symposiums scheint auf jeden Fall erreicht worden zu sein: Hochkarätige Experten aus der Wissenschaft mit potenziellen Anwendern aus der Wirtschaft in Fürth zusammenzubringen, um weitere innovative Entwicklungen voranzutreiben.

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