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3.3.2008 - Wirtschaft

Innovation und Qualität

Wenn sich aus einem einfachen Informationsbesuch eine Produktionsserie entwickelt und rund 100 Arbeitsplätze neu geschaffen und gesichert werden, dann ist das auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland ein nicht alltäglicher Vorgang. Genau das passierte aber vor fast sechs Jahren als sich der Generalbevollmächtigte der Audi AG Dr. Andreas Schleef auf Vermittlung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung die Forschung- und Entwicklungsabteilung der Delphi Deutschland GmbH zeigen ließ.

Delphi-Geschäftsführer Diedrich von Behr überreicht OB Dr. Thomas Jung und den Generalbevollmächtigte der Audi AG, Dr. Andreas Schleef (v. li.), das „zweimillionste Bauteil“, das Delphi herstellte.

Foto: Mittelsdorf

Der Automobilzulieferer produziert im Industriepark Stadeln, also auf dem Gelände der früheren Dynamit Nobel, Zünder und Sprengsätze, die bei Autounfällen zum Beispiel Airbags und Gurtstraffer in Gang setzen. So ging es bei der Visite damals auch um ein System, das verhindert, dass bei einem ernsthaften Crash, die Autobatterie einen Kurzschluss verursacht und der Wagen in Brand geraten kann. „Wir haben dazu eine Idee gehabt und mit der Entwicklungsabteilung von Audi daran weitergearbeitet“, berichtet Delphi-Geschäftsführer Diedrich von Behr bei einem neuerlichen Besuch von Schleef auf dem Werksgelände in Stadeln, an dem auch Pressevertreter teilnahmen.

Eine sehr erfolgreiche Kooperation, wie sich sehr bald herausstellte. Denn aus der Idee wurde innerhalb von 14 Monaten ein serienreifes Bauteil, das mittlerweile pro Jahr eine Million Mal am Standort produziert wird. Etwa 600 000 davon gehen nach Ingolstadt zu Audi, wo sie in die Fahrzeuge eingebaut werden. „Uns hat von Beginn an die hohe Professionalität hier in Stadeln beeindruckt“, erklärt der Audi-Generalbevollmächtigte. Ein weiteres Plus waren nach seiner Auskunft die kurzen Kommunikationswege und die hohe Qualität des Produkts. OB Jung, der das Treffen 2002 einfädelte, freut sich nicht nur, dass so Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden konnte. Für ihn ist auch faszinierend, dass Forschung im Bereich der Pyrotechnik, die früher der Herstellung von Munition diente, heute für lebensrettende Sicherheit in Automobilen genutzt wird.

Das Fürther Stadtoberhaupt hob zudem hervor, dass die Automobilzulieferer-Industrie in Fürth eine wichtige Rolle spielt. Neben Delphi seien als größte Betriebe vor allem Faurecia, AVL Ditest, Kennametal und Mekra-Lang zu nennen. Auf die Frage, ob der Produktionsstandort Deutschland in diesem Segment gefährdet sei und eine grundlegende Gefahr besteht, dass immer mehr Firmensitze in Billiglohnländer abwandern, antwortete der Fachmann Schleef recht optimistisch. „Wichtig ist, dass Innovation und Qualifikation in Deutschland aufrechterhalten und ausgebaut werden, dann ist die Chance vorhanden, Nachteile im Lohnsektor auszugleichen.“ Die pyrotechnische Sicherung von Delphi sei ein Paradebeispiel dafür. Dass man daran weiterarbeitet und das Bauteil ständig verbessert, betonte Delphi-Cef von Behr. So werde  man eine Million Euro in eine Spritzmaschine für Kunststoff investieren, die die Produktion deutlich vereinfache und die Qualität des Bauteils noch mal verbessere.

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