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18.6.2009 - Wirtschaft

Einzigartiges Forschungszentrum entsteht

Der durch die Erfindung der MP3- und MPEG-4-Standards weltweit bekannte Leiter des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) Professor Heinz Gerhäuser sieht die Chance, dass im Golfpark Fürth „eine neue Ära im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung von Materialien“ anbricht. Der Grund: in Zukunft forschen Wissenschaftler aus vier Fraunhofer-Einrichtung auf dem früheren Flugplatzgelände in Atzenhof.

OB Thomas Jung (li.) und Wirt- schaftsreferent Horst Müller (2. v. li.) mit Professor Gerhäuser (2. v. re.) von dem Forschungszentrum.

Foto: Mittelsdorf

Den Startschuss für diese Entwicklung stellte der dieser Tage stattfindende Spatenstich für den Bau einer 17 Meter hohen Halle dar, in der mit Hilfe eines Linearbeschleunigers große Bauteile untersucht werden können. Nach Auskunft von Randolf Hanke, Leiter des zum IIS gehörenden und bislang in der Uferstadt beheimateten Entwicklungszentrums für Röntgentechnik (EZRT), handelt es sich dabei um eine Testanlage, die in ganz Europa einmalig ist.

Das Besondere ist, dass aufgrund der verwendeten Technik und der Ausmaße der hochmodern ausgestatteten Halle große Objekte wie etwa Flugzeugtragflächen, Rotorblätter von Helikoptern oder auch ganze Seefrachtcontainer geprüft und durchleuchtet werden können. Noch heuer soll sie fertig gestellt werden und betriebsbereit sein, so dass bereits bis Anfang 2010 eine Leitzentrale mit Büros und Laborräumen folgen können.

Im Anschluss daran beginnt dann der Bau eines neuen Fraunhofer Instituts, das sich laut Hanke zu einem der weltweit größten Zentren für Computertomographie sowie Röntgen- und Ultraschalltechnik entwickeln soll. Insgesamt 125 fest angestellte Mitarbeiter und 115 Studenten sollen dann im Golfpark beschäftigt sein.

Dass die Standortwahl auf Fürth fiel, begründete Gerhäuser damit, dass man hier auf „Möglichkeiten für Forschung gestoßen sei, wie sie nur an wenigen Stellen in Deutschland zu finden sind“. Die Zusammenarbeit mit der Stadt klappe hervorragend, die Verkehrsanbindung mit dem Hafen sei optimal und man verfüge über die Möglichkeit, sich räumlich nahezu unbegrenzt weiterentwickeln zu können. „Wir haben hier die Chance, unsere Visionen zu verwirklichen“, erklärte der Wissenschaftler.

Oberbürgermeister Thomas Jung sprach von einem großen Tag für Fürth. Bei den Bemühungen, die Stadt als Standort für Forschungseinrichtungen zu etablieren, sei ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Besondere Bedeutung habe dies angesichts der Arcandor-Insolvenz. „Früher galt Fürth als Stadt der Quelle, heute tragen unsere Ortschilder den Zusatz Wissenschaftsstadt“, erklärte das Stadtoberhaupt.

Zudem habe die Ansiedlung des Fraunhofer Instituts auch eine überragende Bedeutung für die weitere Vermarktung des früheren Flughafenareals, für die er sich enorme Impulse erwarte. Jung verglich die Situation mit dem früheren Grundig-Gelände, wo es nach Jahren des Stillstands ebenfalls gelang, Forschungseinrichtungen zu etablieren. Daraufhin zogen zahlreiche Unternehmen in die heutige Uferstadt.

„Das zeigt auch, dass es richtig war, unserem Konzept, im Golfpark nur hochwertiges Gewerbe anzusiedeln, treu zu bleiben“, sagte Jung. Schwerpunkte sollen weiterhin bei Sport, Solar, Forschung, Feinelektronik und Medien liegen.

Trotz des Aufbaus des neuen Instituts soll, wie Hanke informierte, auch der Standort des EZRT in der Uferstadt erhalten bleiben, da dort mit den im Technikum beheimateten Wissenschaftseinrichtungen eine enge Zusammenarbeit gepflegt wird.

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