Im Zuge der neuen, im Lockdown entstandenen Reihe Display wurde die Fensterfront der Städtischen Galerie aktiviert. In loser Folge laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, diesen von außen einsehbaren und vom Innenraum unabhängigen Bereich zu bespielen.


Stephan Schwarzmann — NONA

Der Fürther Künstler Stephan Schwarzmann (*1976) studierte freie Malerei, Grafik und Objektkunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er bewegt sich vor allem in den Medien Zeichnung und Druckgrafik. Immer wieder lotet er die Möglichkeiten der Technik aus und nutzt sie auf experimentelle Weise, was zu bisweilen wenig planbaren Ergebnissen führt. Diese können ihrerseits als Katalysator für einzelne Aspekte fungieren, die weitergesponnen werden. Auch thematisch und motivisch geht der Künstler oft spielerisch vor, wobei er neben der Figur immer wieder die Pflanzenwelt und das Thema Garten aufgreift. Sinnbildlich stehen sie für das Prinzip von Werden und Vergehen. Im Stadium des Wachstums geht es um das Unbändige und Unvorhersehbare. 

Für seine Display-Präsentation schuf Stephan Schwarzmann ein Bild mit dem Titel „NONA“. Dieser bezieht sich auf eine der drei Parzen aus der römischen Mythologie: Nona ist diejenige, die den Lebensfaden spinnt, während die anderen beiden Schicksalsgöttinnen die Aufgabe haben, ihn zu bemessen und zu durchtrennen. Im Zentrum von Stephan Schwarzmanns Motiv steht ein Fadenkokon, der mehrere Enden besitzt. Eine Hand fasst ihn mit spitzen Fingern, so dass er in der Luft baumelt, während von der Seite weitere Hände nach dessen losen und zum Teil verdrehten Enden greifen. Es bleibt offen, ob das Entwirren gelingen wird. 

Wir danken für die großzügige Unterstützung durch KochInvest und Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG sowie dem Förderkreis der kunst galerie fürth


Abb.: Display No.4: Stephan Schwarzmann – NONA (Ausschnitt), 2022 
© Stephan Schwarzmann 

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