Im Zuge der neuen, im Lockdown entstandenen Reihe Display wurde die Fensterfront der Städtischen Galerie aktiviert. In loser Folge laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, diesen von außen einsehbaren und vom Innenraum unabhängigen Bereich zu bespielen.

Sascha Banck — Dis-Play


Mit dem Titel „Dis-Play“ spielt die Fürther Künstlerin Sascha Banck (*1980) erkennbar auf den Namen der Reihe „Display“ an und darüberhinaus auf ihre in zwei Ebenen gegliederte Installation.  An der Innenseite des Fensters hat sie eine Schwarzweiß-Zeichnung angebracht, die auf Folie gedruckt und auf das Format des Fensters vergrößert wurde. Die Künstlerin bringt hier verschiedene Figuren und Tiermotive ihres erzählerischen Zeichenkosmos‘ in einer losen, intuitiven Anordnung zusammen. Die eigentliche Zeichnung ist weiß und steht vor einem schwarzen Hintergrund, was ihr trotz der zum Teil verspielten Motive eine ambivalente, ins Düstere reichende Anmutung verleiht. Am Außenrahmen des Fensters findet sich eine Komposition mit kantigen Farbflächen, die die Künstlerin einer ihrer abstrakten Bilder entlehnt hat. Sie überlagert teilweise die Zeichnung und strukturiert sie in drei Teile. Erstmals kombiniert Sascha Banck hier ihre beiden künstlerischen Ansätze von abstrakter, farbstarker Malerei und figürlicher, narrativer Zeichnung. Beide Ansätze beschäftigen und interessieren sie gleichermaßen, auch mit Blick auf den Aspekt der Zugänglichkeit.
Durch die Größe der Installation und weil Sascha Banck das narrative Bild ans Fenster rückt, erreicht sie mit ihrem „Dis-Play“ eine wirkungsvolle Setzung im öffentlichen Raum. Die von hinten beleuchtete Installation entfaltet darüber hinaus je nach Tages- und Lichtsituation eine unterschiedlich intensive Wirkung in Bezug auf Kontraste und Farben. 

 

Zurueck Zurück Versenden versendenDrucken drucken
2021 © kunst galerie fürth - Impressum