Display No.9 — Eröffnung: 26.4., 19 Uhr / Bis September 2024
Jochen Pankrath — vierzehn


Für die Reihe "Display" haben wir die Fensterfront aktiviert. Sie bietet eine zusätzliche Plattform für künstlerische Präsentationen. In loser Folge laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, diesen von außen einsehbaren und vom Innenraum unabhängigen Bereich zu bespielen.

Figur und Landschaft sind die Themen, mit denen sich der Fürther Maler Jochen Pankrath immer wieder auseinandersetzt. Gleichzeitig kreisen seine Gemälde um die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Malerei. Dieses reflexive Moment durchzieht nahezu sein gesamtes bisheriges Oeuvre. All das findet sich auch in seiner Display-Arbeit mit dem Titel „vierzehn“, die er motivisch und maltechnisch für die Fenstersituation und deren spezielle Gliederung geschaffen hat. Ausgangspunkt sind fünf kleinere Gemälde auf einer transparenten Folie in der Technik der Hinterglasmalerei – Acryl und Öl auf Folie im A4-Format. Der Malvorgang muss hierbei rückwärts gedacht und durchgeführt werden.

„vierzehn“ ist eine in fünf Einzelbilder geteilte Komposition, die mit ihrem illusionistischen Reiz den Blick anzieht und sofort auf Wanderschaft schickt: Im Zentrum steht eine Landschaft, die von zwei Figuren und zwei Farbpaletten flankiert wird. Technisch virtuos nimmt Jochen Pankrath hier die Betrachterinnen und Betrachter mit auf eine Gedankenreise über das Wesen der Kunst, ihre Genres und die Möglichkeiten der Malerei. Er spielt mit der Verschränkung der verschiedenen Bildräume, mit Bild-im-Bild-Zitaten, und er hinterfragt auch sein Selbstverständnis als Maler. Wie in den meisten seiner Werke stellt Jochen Pankrath auch in der Display-Arbeit sein hohes technisches Können mit einer Spur Humor und Doppelbödigkeit zur Schau und führt mit einer größtmöglichen Freiheit den illusionistischen Charakter der Malerei vor Augen.

Jochen Pankrath, geboren 1981 in Roding, lebt und arbeitet in Fürth. Er studierte von 2003-2009 an der Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg, bei Prof. Ralph Fleck und schloss als Meisterschüler ab. 2013 erhielt er den Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten und 2014 Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis des Bezirks Mittelfranken.

Jochen Pankrath, vierzehn, 2024, Folienarbeit, © Jochen Pankrath

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