8. Juli bis 7. August 2011

Im Austausch -
30 Jahre Kulturring C


Seit 30 Jahren besteht der sogenannte „Kulturring C in Fürth". Der ziemlich nichtssagende Name für eine Ausstellungsgemeinschaft bildender Künstler, die in Fürth leben oder arbeiten, ist den meisten Bürgern und Bürgerinnen nach wie vor eher unbekannt. Aber dafür kennen sehr viele Bürger das erfolgreiche, jährliche wiederkehrende Atelierwochenende im Herbst (seit einigen Jahren firmiert es als „Gastspiel"), welches der Kulturring C ausrichtet.

Ausstellungen wie „Sofabilder" (1999) oder „Zeit" (die Millenniumsausstellung der Stadt Fürth im Jahr 2000) sind noch in Erinnerung, ganz sicher der Blockbuster im Jubiläumsjahr 2007, die freche Ausstellung „Sex in Fürth".

Der Kulturring C ist hervorgegangen aus dem „Ring Fürther Künstler“, der von Karl Dörrfuß, Hans Langhojer, Gudrun Kunstmann, Georg Weidenbacher sowie weiteren Fürther Künstlern in den 1950er Jahren gegründet wurde. Als die Stadt Fürth die Kulturringe zur Unterstützung der lokalen Künstler einführt, gründen 1981 die bildenden Künstler unter Leitung von Ortwin Michl den „Kulturring C“.

Anfangs fanden jährlich zwei Gruppen­ausstellungen statt, eine in der Stadthalle und eine im Stadttheater. Stets werden auch auswärtige Künstler eingeladen, die Auswahl der Künstler trifft jeweils der Vorstand des „Kulturring C“. 1992 organisiert der „Kulturring C“ eine spektakuläre Skulpturenausstellung in der Hornschuchpromenade.

1987 bis 2009 ist der Maler Hjalmar Leander Weiß Vorsitzender des Kulturring C. Seit Ende 2009 wird der Kulturring C von einem Gremium, bestehend aus Mona Burger, Lutz Krutein, Christine Regenberg und Axel Voss, geleitet.

Die Ausstellungsgemeinschaft wird von der Stadt Fürth bezuschusst. Das Besondere ist: Es handelt sich um keine feste Künstlergruppe, um keinen Verein oder ähnliches. Vielleicht hat gerade die Tatsache, dass keine Programmatik den einzelnen Künstler, die einzelne Künstlerin verpflichtet, dazu beigetragen, dass die Ausstellungsgemeinschaft in unterschiedlichster Zusammensetzung überlebte. Der Selbsthilfegedanke stammt aus einer Zeit, in der es noch keine städtische Institution für die Vermittlung und Pflege zeitgenössischer Kunst und auch sonst kaum eine öffentliche Förderung für bildende Kunst in Fürth gab.

Das 30jährige Jubiläum wird mit gleich zwei Ausstellungen gefeiert:

Die eine in der städtischen Galerie mit dem Titel "Im Austausch" bildet die Struktur des „Kulturring C“ ab. Vorgabe für die Teilnahme ist, dass sich jeweils zwei oder mehrere Teilnehmer auf ein gemeinsames Motto oder Sujet, eine Technik und eine Präsentationsform einigen müssen. Im Fokus steht nicht wie üblich die singuläre künstlerische Arbeit, sondern die von den Paaren oder Ausstellungspartnern getroffene Verabredung. Mit 35 Künstlerinnen und Künstlern sicher diejenige mit der größten Zahl an Künstlern unter den 65 Ausstellungen der kunst galerie fürth seit dem Jahr 2002:

Michaela Biet, Mona Burger, Barbara Engelhard, Elke Fenneteau, Barbara Gailer, Reiner Bergmann, Birgit Maria Götz, Markus Gramer, Kathrin Hausel, Lucia Hufnagl, Franz U. Janetzko, Atsuko Kato, Kunihiko Kato, Harald Kienle, Andreas Klöpsch, Johanna Klose, Martin Lange, Barbara Lidfors, Michael M. Martha, Anders Möhl, Ortwin Michl, Thomas Mohi, Anja Molendijk, Alexander von Prümmer, Christine Regenberg, Stephan Schwarzmann, Thorsten Schröger, Susa Schneider, Ralf Siegemund, Anja Schöller, Axel Voss, Hermann Wagner, Fredder Wanoth, Gertrud Wenning, Theresa Wiechova

Im temporären Ausstellungsort „CentralGarage (unmittelbar vor dem Umbau zu einer Wohnimmobilie) in der Mathildenstraße hingegen hat klassischerweise jeder Teilnehmer seine Wand, seinen Platz. Dort werden aktuelle Arbeiten gezeigt, aber noch mehr versuchen die Aussteller, auf die besondere Raumsituation einzugehen, gewisse Grenzen zu überschreiten. Die Zahl der Aussteller liegt noch höher als in der kunst galerie fürth. Der Titel der Schau dort lautet: „Künstler:Freiheit“.

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