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17.12.2014 - Sport und Freizeit

Stadtrat sichert Zukunft des "Kleeblatts"

Die Spielvereinigung Greuther Fürth (SpVgg) ist nicht nur das sportliche Aushängeschild der Kleeblattstadt, ein Sympathieträger und Identitätsstifter, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit rund 800 direkten und mittelbaren Arbeitsplätzen und einer - beispielweise von der Stadt - nicht zu bezahlenden Medienpräsenz. Die Kommune profitiert zudem von den Erfolgen der SpVgg, denn das Unternehmen zählt seit 2012 zu den Top 50 der Gewerbesteuerzahler vor Ort. Zusammen mit dem Einkommensteueranteil erhält die Stadt jährlich über 600 000 Euro an Steuergeldern; insgesamt entrichtet die SpVgg über zwei Millionen Euro Steuern pro Jahr.

Damit der Traditionsverein auch weiterhin in der Bundesliga mithalten kann, gehört neben der fußballerischen Qualität auch ein modernes Stadion. Da die Zukunft des "Kleeblatts" auch weiterhin im Sportpark Ronhof liegt, muss der Traditionsverein dort  investieren. Dazu ist es notwendig, die nach fast 70 Jahren verbrauchte und marode Haupttribüne abzureißen und durch ein modernes Bauwerk mit neuer Tribüne, Funktionsgebäuden und einer verbesserten – und sichereren - Infrastruktur zu ersetzen. Geschätzte Investitionssumme: 15 Millionen Euro.

 

Die Haupttribüne ist nicht mehr zeitgemäß im modernen Fußballgeschäft. Foto: Mittelsdorf

Die Haupttribüne ist nicht mehr zeitgemäß im modernen Fußballgeschäft. Foto: Mittelsdorf

Die Stadt Fürth, die bereits seit 1994 als Pächterin des Geländes fungiert, hat heute im Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung folgende Unterstützungsmaßnahmen für diese Zukunftsprojekte der SpVgg  mit großer Mehrheit beschlossen:

  • Die Holding-GmbH der infra fürth beteiligt sich als neue Gesellschafterin mit einer Einlage in Höhe von 2,5 Millionen Euro an der bereits bestehenden Stadion GmbH.
  • Die Stadt Fürth verhandelt mit der SpVgg ab dem Jahr 2016 über eine weitere Reduzierung der Unter-Pachtzahlungen des Vereins von bisher 210 000 Euro pro Jahr auf bis zu 410 000 Euro p.a. Dabei wird eine Gegenfinanzierung durch die SpVgg vereinbart, die die Stadt an sportlichen Erfolgen ab einer gewissen Größenordnung beteiligt.
  • Die Stadt Fürth verhandelt über eine Bürgschaftsgewährung  für neue Kredite der Stadion GmbH in Höhe von bis zu 16 Millionen Euro für die geplanten Bauvorhaben. Der Umfang der Bürgschaft, die Kreditkonditionen und die Bürgschaftsgebühren, die die SpVgg an die Stadt zahlen muss, werden ebenfalls verhandelt und dem Stadtrat vorgelegt.

Mit diesen Maßnahmen unterstützt die Stadt Fürth die Stadionplanungen und somit auch die weitere Existenz der Spielvereinigung Greuther Fürth. Finanzieren viele andere Kommunen in Deutschland ihre jeweiligen Bundesligavereinen mit  Beträgen von bis zu 100 Millionen Euro (beispielsweise Karlsruhe oder Freiburg) und bzw oder stellen ihnen moderne Stadien zur Verfügung (unter anderem Regensburg), gewährt die Kleeblattstadt mit dem heutigen Stadtratsbeschluss eine mittelbare finanzielle Hilfestellung für die Zukunft ihres sportlichen Aushängeschilds.

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