© Vanessa Mund
Beratungsangebote für Menschen mit Behinderung
Neben der fübs als zentraler städtischer Beratungsstelle finden Menschen mit Behinderung in Fürth Angebote zur Hilfe, Selbsthilfe, Wohnraumberatung oder persönlichen Assistenz.
Behindertenbeauftragte
Die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung hat ihr Büro in der Fachstelle fübs und ist Ansprechpartnerin für Interessierte, Betroffene und Fachleute zu allen Aspekten und Themen rund um Behinderung und Inklusion.
Neben der Beratung in komplexen Angelegenheiten vertritt sie die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen und begleitet die Umsetzung des kommunalen Aktionsplans Inklusion ("Fürth Für Alle").
Für die Vermeidung bzw. den Abbau baulicher, technischer und kommunikativer Barrieren in der Stadtverwaltung und städtischen Infrastruktur ist sie die Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen, Unternehmen und der Stadt Fürth. Gesprächstermine sind nach telefonischer Vereinbarung möglich.
Kontakt
Wichtige Anlaufstellen für Hilfe
Das Autismus-Kompetenz-Zentrum Mittelfranken informiert, berät und vernetzt zu persönlichen, familiären, psychosozialen, schulischen, beruflichen sowie sozialrechtlichen Fragestellungen, die im Zusammenhang mit Autismus stehen.
Die BRK Fürth bietet Beratung unter anderem zu Leistungen, Schwerbehindertenausweis, Hilfsmitteln, ambulanten Hilfen, ferner Gruppenangebote. Die Beratungsstelle bietet auch Hausbesuche an.
Der Bezirk Mittelfranken als Leistungsträger der Eingliederungshilfe berät über alle finanziellen Hilfen und Unterstützungsangebote. Darunter fallen Leistungen der medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben, Teilhabe an Bildung und am Sozialleben. In diesem Rahmen gewährt der Bezirk Mittelfranken Hilfen für den Werkstatt- oder Förderstättenbesuch, stationäres Wohnen, Tagesstättenbetreuung, integrative Kindertrageseinrichtungen, ambulant betreute Wohnformen, Frühförderung, Behindertenfahrdienst etc.
Blickpunkt Auge-Beratungsstelle Mittelfranken (BBSB e.V.) berät Beratung zum Leben mit Seheinschränkung oder Blindheit, zu Einrichtungen, Sehhilfen, Hilfsmitteln und Vielem mehr.
Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung berät zu allen Fragen der Teilhabe und Rehabilitation. Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und in Trägerschaft des Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZSL) e. V. beraten die Mitarbeitenden nach dem Ansatz des "peer counseling", indem Menschen mit Behinderung von Beratenden mit Behinderung informiert und unterstützt werden. Ziel der Beratung ist immer, selbstbestimmte Entscheidungen zu ermöglichen und zu fördern. Die EUTB bietet ihre Beratung einmal pro Woche in den Räumlichkeiten des Pflegestützpunktes Fürth an.
Die Unterstütze Kommunikation verbessert und ergänzt die Ausdrucks-Möglichkeiten von Menschen, die nicht oder wenig verständlich sprechen können. Das Angebot umfasst die kostenfreie Beratung zu Methoden und Hilfsmitteln sowie von Eltern und anderen Bezugspersonen, Fortbildungen, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Mehr Infos im Flyer.
Die Offenen Hilfen der Lebenshilfe bieten Beratung, Organisation von Betreuung, Pflege und Versorgung.
Der Pflegestützpunkt bietet umfassende und kostenfreie Beratung zum Thema Pflege.
Unterstützung im Alltag, bei Arbeitslosigkeit und Angelegenheiten im Berufsleben, Kontakten zu Ämtern und Behörden, Erziehungs- und Familienproblemen, psychischer Erkrankung, Überschuldung, Sucht und Lebenskrisen erhalten Sie beim Sozialdienst für Gehörlose.
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Bezirks Mittelfranken (SPDI) unterstützt mit Krisenhilfe, Hilfe bei psychischen Problemen und Erkrankungen sowie Gesprächskreisen.
Verfahrenslotsinnen und Verfahrenslotsen beraten, unterstützen und begleiten junge Menschen mit (drohender) Behinderung sowie ihre Familien bei der Verwirklichung der ihnen zustehenden Leistungen auf Eingliederungshilfe.
Das ZBFS informiert und berät zu allen Aspekten rund um den Schwerbehindertenausweis und Nachteilsausgleiche, zur medizinischen Beurteilung, zu Leistungen wie Blindengeld und zu Förderprogrammen wie zum Beispiel die Offene Behindertenarbeit. Ein Antrag auf Feststellung eines Grades der Behinderung wird hier eingereicht und bearbeitet. Schwerbehindertenausweise sowie beispielsweise Wertmarken für den ÖPNV werden vom ZBFS ausgegeben. Im ZBFS befindet sich auch das Inklusionsamt, das unter anderem für die Förderung von Ausbildung und Berufstätigkeit von Menschen mit Behinderung zuständig ist.
Selbsthilfegruppen und -verbände
Neben dem Wunsch, etwas bewegen zu wollen, gibt es zahlreiche andere gute Gründe, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder eine solche zu gründen: Austausch, Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung. Selbsthilfeverbände setzen sich zusätzlich im größeren Rahmen für die Belange ihrer Klientel ein. Da es eine sehr große Anzahl von Selbsthilfegruppen gibt, deren Bedeutung nicht gewichtet werden kann und sollte, empfiehlt sich bei Interesse der Kontakt zu folgenden Organisationen:
Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (Bezirksgruppe Mittelfranken) berät und hilft Menschen mit Sehbehinderung.
Der Bezirksverband Mittelfranken der Gehörlosen ist eine Selbsthilfeorganisation für Gehörlose und Hörgeschädigte.
KISS ist Träger von fünf Kontakt- und Informationsstellen in Mittelfranken mit über 900 gelisteten Selbsthilfegruppen. Der Verein bietet Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Selbsthilfegruppe oder der Gründung einer eigenen Gruppe.
Der Sozialverband VdK bietet Rechtsberatung, Hilfe bei Anträgen und Widersprüchen u.a. für Mitglieder.
Das ZSL zählt Beratung, Organisation und Vermittlung von Assistenz im Wohnumfeld zu seinen Aufgaben.
Weitere Beratungsangebote
Eine persönliche Assistenz bietet Menschen mit Behinderung die Chance, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu führen. Assistenzen können im Kontext der Erwerbsarbeit als Arbeitsassistenzen unterstützen. Assistenzkräfte können aber auch im privaten Bereich eingesetzt werden. Über das Persönliche Budget kann ein Mensch, der von Behinderung bedroht oder betroffen ist, Leistungen zur Teilhabe einkaufen. Dabei entscheidet er oder sie selbstständig und eigenverantwortlich, welcher Dienst und welche Person für den eigenen Lebensentwurf am passendsten ist.
- Erste Informationen zum Persönlichen Budget und zu den Schritten des Antragsverfahrens
- Informationen zum trägerübergreifenden Persönlichen Budget
Allgemeine Informationen erhalten Sie bei der Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs). Gerne beantworten wir erste Fragen und stellen Ihnen Informationsmaterial zur Verfügung.
Bei weiterführenden Fragen zur Antragsstellung oder bei Fragen zu den Teilhabeleistungen wenden Sie sich gerne an die EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung Mittelfranken Nordost.
Die Fürther Fachstelle für Menschen mit Behinderung (fübs) bietet eine Wohnraumberatung zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen und barrierefreiem Umbau an. Die Beratung findet in den Räumen des Pflegestützpunktes statt.