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13.5.2004 - Stadtnachricht

Die Liebe zu Fürth neu geweckt

"Nur wer sieht, genau hinsieht, der entdeckt. Er entdeckt die Stadt und ihre Geschichte, und weil es seine Stadt ist, entdeckt er so auch ein Stück seiner Geschichte." Was die frühere Stadtheimatpflegerin Barbara Ohm 1999 im Vorwort ihres ersten Stadtführers schrieb, ist nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung während ihrer 15-jährigen Tätigkeit tatsächlich eingetreten: „Die Menschen haben durch Sie ein anderes Verhältnis zu ihrer Stadt bekommen“, betonte Dr. Jung.

Viele Menschen wurden durch sie zu Fürth-Fans: Barbara Ohm. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung gratulierte der früheren Stadtheimatpflegerin zur Auszeichnung mit der Goldenen Bürgermedaille.

Foto: Mittelsdorf

Mit der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille bedankte sich die Stadt Fürth bei der engagierten Streiterin in Sachen Denkmalpflege für ihr herausragendes Engagement und diese besondere städtische Imagewerbung.

Der gebürtigen Oberbayerin ist es in verschiedenen 77 Stadtführungen mit insgesamt rund 70 000 Teilnehmern gelungen, aus Einheimischen wie Gästen regelrechte „Fürth-Fans“ zu machen. „Diese neue Begeisterung der Menschen für die Kleeblattstadt macht deutlich, wie viel Herzblut und herausragenden persönlichen Einsatz Sie für Ihr Ehrenamt investiert haben“, würdigte der Oberbürgermeister Barbara Ohms Wirken. Die kleine Aufwandsentschädigung, die für dieses Ehrenamt gezahlt werde, stehe in keinem Verhältnis zu geleisteten Arbeit: „Es ist wohl mehr ein Schmerzensgeld für die vielen ermüdenden Sitzungen und Besprechungen gewesen, denen beiwohnen mussten.“ Denn schließlich liege ein Großteil der Beratungsarbeit für die Stadt, übergeordnete und private Bauträger weitgehend im Verborgenen.

Nach Dr. Jungs Worten hat sich Barbara Ohm vor allem auch durch ihre Streitkultur als ausgezeichnete Stadtheimatpflegerin erwiesen – „auch dann, wenn wir nicht einer Meinung waren“. Denn: „Kritische Geister, die mit wachem Auge die Stadtentwicklung beobachten, sind immer und zu jeder Zeit nötig.“

Die so Gewürdigte nahm die Ehrung „erfreut, glücklich, stolz und beschämt“ zugleich entgegen und nannte die Goldene Bürgermedaille „die wertvollste und liebste Anerkennung“, die ihr für ihre 15-jährige Heimatpflegerzeit zuteil wurde. Barbara Ohm blieb auch in ihrer Dankesrede ihrer Linie treu: Keine langen Auflistungen von Errungenschaften, sondern ein in lebhafte kleine Anekdoten verpacktes Kurzresümee kennzeichneten ihre Worte. Anhand eines vergrößerten Bildes – einer Schützenscheibe aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts –, das den ersten Fürther Erntedankfestzug im Jahre 1817 zeigt, beschrieb sie ihren „Erntewagen“ – die Früchte ihrer Arbeit und das, was ihr wichtig war. Dazu zählte sie auch das einmütige Miteinader der drei Religionen. „Diese immer wieder neu einzuübende Toleranz“, ist Barbara Ohm überzeugt, „muss auch ein wesentliches Element der Heimatpflege sein“.

„Stadtheimatpflege bedeutete für mich vor allem auch Stadtentwicklung, denn Heimatpflege, so verstehe ich sie, hat weniger mit Vergangenheit, als viel mehr mit Zukunft zu tun.“ Und für diese Zukunft machte Barbara Ohm gleich noch ein Versprechen: Es wird einen dritten Band ihres Stadtführers geben, bei dem sie nicht nur wie üblich auf ihr Autorenhonorar verzichten, sondern auch die Drucklegung selbst bezahlen wolle: „Das ist mein Gegengeschenk an die Stadt und an ihre Bürger.“ Die Fürtherinnen und Fürther werden sicherlich sehnlich auf diese Veröffentlichung warten und gespannt sein, was sie diesmal neues von Fürth lernen und entdecken dürfen.
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