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27.4.2011

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

vor 25 Jahren führte uns der Supergau von Tschernobyl erstmals – auch in Deutschland – in erschreckender Weise vor Augen, welche Auswirkungen die Atomenergie haben kann. Vieles davon geriet im Laufe der Zeit wieder in Vergessenheit, obwohl Menschen und Natur in der Umgebung des ukrainischen Atomkraftwerks bis heute unter irreparablen Schäden zu leiden haben.

Die Tragödie im japanischen Fukushima hat uns erneut gezeigt, dass die Konzentration auf die Nutzung von Atomkraft der falsche Weg ist. Mittelfristig betrachtet müssen wir – und dies weltweit – auf regenerative Energien setzen und es ist höchste Zeit, hier die bereits vorhandenen Möglichkeiten, aber auch neue Forschungsansätze konsequent auszubauen und zu fördern.

In Fürth sind wir auf dem richtigen Weg. Solarenergie, Biogas, Erdwärme und Wasserkraft sind die vier Säulen, die wir seit Jahren mit Nachdruck zum Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas fördern. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz von Biogas. Das neue Bio Energie Zentrum, das die infra derzeit in Cadolzburg errichtet, wird nach seiner Fertigstellung im Herbst dieses Jahres rund 6300 Haushalte mit Strom und etwa 2000 Haushalte mit Wärme versorgen können.

Der nächste wichtige Faktor ist die Nutzung der Erdwärme. So werden beispielsweise die neue Otto-Seeling-Schule und das Gebäude des Saturn-Elektromarktes ausschließlich per Geothermie versorgt. Und unser Rathaus verfügt seit 2010 über eine innovative Abwasserheizanlage. Wärmegewinnung aus Abwasser – umweltschonender geht es nicht.

Dank der vierten Säule Wasserkraft versorgt die infra seit April 2008 alle Privatkunden in der Kleeblattstadt mit umweltschonendem Strom und zwar ohne Aufpreis. Allein dadurch werden pro Jahr rund 80 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das entspricht in etwa der Menge an CO2, die rund 31 000 Pkws jeweils mit einer Fahrleistung von 15 000 Kilometer jährlich verursachen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nach einer gewissen Umstellungsphase gänzlich auf Atomkraft verzichten können und damit unsere (Um-)Welt einer weitaus sichereren, saubereren und lebenswerteren Zukunft entgegensehen kann als bisher.

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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