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8.7.2015

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

Menschen mit Behinderung haben oft mit Problemen zu kämpfen, die Menschen ohne Behinderung gar nicht wahrnehmen. So schilderte mir erst dieser Tage eine blinde Fürtherin, die mit Hilfe ihres Blindenführhundes gut in der Öffentlichkeit zurechtkommt, dass sie immer öfters in Geschäften und Lokalen wegen ihres vierbeinigen Begleiters abgewiesen werde. Auch ihre Erklärungen, warum sie ohne ihren speziell ausgebildeten Hund nicht einkaufen oder Kaffeetrinken gehen könne, würden ignoriert. Sie fühle sich aufgrund dieser Vorfälle jedes Mal ganz schrecklich, weil sie sich für ihre Behinderung rechtfertigen müsse. 

Ich kann diese Gefühle sehr gut nachvollziehen. Die Vorfälle machen deutlich, dass wir in unserer Gesellschaft mehr Achtsamkeit unseren Mitmenschen gegenüber dringend nötig haben. Statt die Kundin kurzer Hand aus dem Laden zu verweisen, sollte man sich besser informieren und ihr zuhören. Was verschenkt man sich dabei? Im Gegenteil: Man kann doch nur gewinnen und hat damit sein und unser aller Dasein ein Stück lebenswerter gemacht.

Auf der anderen Seite bemerke ich aber auch viele positive Entwicklungen im gesellschaftlichen Miteinander. Das integrative Café Samocca in der Neuen Mitte ist ein schönes Beispiel dafür. Mit einem Besuch dort macht man sich und den Menschen mit Handicap eine Freude.

Ebenso ist die engagierte Arbeit, die die Mitglieder des städtischen Behindertenrats leisten, beeindruckend und schafft immer wieder neues Bewusstsein für notwendige Veränderungen. Ich freue mich zudem, dass in der Stadtverwaltung immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigt sind: waren es im Jahr 2011 noch 7,3 Prozent, so sind es aktuell bereits 8,35 Prozent, die gesetzliche Pflichtquote liegt übrigens bei fünf Prozent.

Versuchen wir doch alle, unsere Umgebung jeden Tag ein bisschen freundlicher und hilfsbereiter zu gestalten. Dazu braucht es nicht immer große Aktionen, kleine Gesten der Rücksichtnahme reichen dazu völlig aus.

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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