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22.7.2015

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

im April dieses Jahres habe ich an dieser Stelle geschildert, dass der Umgangston gegenüber städtischen Beschäftigten des Öfteren leider sehr zu wünschen lässt, dass in – meist anonymen – E-Mails ordentlich vom Leder gezogen wird und Kleinigkeiten auf sehr emotionaler Art zu großen Sinnfragen erhoben werden.

Ich habe noch nie so viele Rückmeldungen bekommen, wie auf diese Äußerungen. Die meisten stimmten meiner Wahrnehmung zu, bemerkten aber, dass die Gebote der Höflichkeit und des Respekts allgemein im menschlichen Umgang nicht mehr viel Beachtung fänden. Andere waren der Meinung, dass auch in der Stadtverwaltung mitunter ein eher unfreundlicher Ton herrsche und die Bürger sich nur wehren würden.

Sehr interessant fand ich, dass sich Schülerinnen und Schüler der Fürther Martin-Segitz-Berufsschule im Religionsunterricht mit der Kolumne und dem Thema auseinandergesetzt haben und sich Gedanken dazu machten.

Einige Zitate aus den Schülerarbeiten möchte ich Ihnen gerne vorstellen: „Viele Bürger haben sich wahrscheinlich noch nie in ihre (die der städtischen Beschäftigten, Anm. der Red.) Situation, oder die ihrer Kollegen, hineinversetzt.“ Oder: „Wenn die Bürger ihr Problem detailliert schildern und respektvoll damit umgehen, dann tut sich auch was.“ Auch ein Ansatz, über den man nachdenken sollte: „Der emotionale Weg Kritik zu äußern, ist immer leichter als der sachliche Weg.(…) Um dieses emotionale Verhalten bei Beschwerden zu verringern, kann es helfen, den sozialen  Bereich mehr auszubauen und soziale Missstände zu beseitigen.“

Was mich zudem gefreut hat, war, dass allen Schülern ein respektvolles Miteinander und höfliche Umgangsformen im Alltagsleben als sehr wichtig erscheinen. Dem bleibt nichts hinzuzufügen. 

Zum Schluss noch der  klugen Satz eines Schülers, der bei uns bei unfreundlichen Anwürfen vielleicht ein bisschen versöhnlicher stimmt: „Ganz wird sich das Phänomen leider nicht aus der Welt schaffen lassen, dafür ist der Mensch zu menschlich.“

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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