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11.5.2016

Liebe Fürtherinnen, liebe Fürther,

die von der Bundesregierung dieser Tage beschlossene Förderung in Höhe von 4000 Euro für den Kauf eines Elektro-Fahrzeugs durch die Automobilindustrie und den Staat wird oft kritisiert. Ich dagegen sehe darin das größte Potenzial zur Verbesserung der Lebensqualität in einer dichtbesiedelten Stadt wie Fürth. Gerade die Anwohnerinnen und Anwohner stark befahrener Straßen und Stadtteile würden durch mehr Elektromobilität deutlich weniger unter Lärm- und Abgasbelastungen leiden müssen. Daher sollte alles getan werden, um Fortschritte zu erzielen.

Auch für die Kleeblattstadt sehe ich bei diesem zukunftsträchtigen Thema noch viel Luft nach oben. Derzeit sind 70 E-Fahrzeuge – darunter fünf im städtischen Fuhrpark und vier bei der infra fürth gmbh – sowie 215 Hybrid-Autos in Fürth zugelassen. Aber: Wir waren schon beim Solarstrom Vorreiter in der Region und setzen uns nun zum Ziel, auch bei der Elektromobilität eine Spitzenposition im Großraum einzunehmen.

Unsere erste Maßnahme muss dabei sein, die Zahl der Ladestationen im Stadtgebiet zeitnah auszuweiten. Denn dies ist ein wichtiger Aspekt, um die Nutzung von E-Autos gerade auch für Vielfahrer deutlich attraktiver zu machen. Deshalb finde ich es sehr gut,  dass sich hier immer mehr Unternehmen wie ebl Naturkost oder die Spielvereinigung Greuther Fürth engagieren und eigene Ladesäulen auf ihrem Gelände errichten. Und dank des Einsatzes des Architektenteams Hilpert und Kretschy gibt es in Fürth seit Jahresbeginn  eine privat betriebene Solartankstelle.

Ich hoffe nun, dass das Förderprogramm der Bundesregierung gerade in den Städten deutlich mehr Menschen zum Umsteigen auf die saubere und leise Technologie veranlasst. Zuvorderst sehe ich aber die  deutsche Autoindustrie in der Pflicht. Sie sollten Elektrofahrzeuge nicht länger als Alibi-Produkte zum Beweis für ihre Innovationsfähigkeit anbieten, sondern ihre Techniker beauftragen, attraktive und bezahlbare E-Autos zu entwickeln, die echte Alternativen zu den „normalen“ Modellen darstellen.

Für mich steckt in der E-Mobilität aktuell eine der größten Chancen für den Schutz der Menschen und der Umwelt. Das Förderprogramm sollte der Anstoß sein, E-Mobilität vor allem in den vom Verkehr belasteten Städten deutlich konsequenter auszuweiten als bisher.

Ihr
Dr. Thomas Jung



Wenn Sie mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung in Kontakt treten möchten, schreiben Sie bitte einen Brief an:

Stadt Fürth
Bürgermeister- und Presseamt
Stichwort: Leserbrief
90744 Fürth

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