OB Jung

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24.10.2007
Betreuungsangebot für Kinder bleibt im Blickpunkt

für die Zukunftsfähigkeit von Städten und Gemeinden ist es heute von ganz entscheidender Bedeutung, wie gut die Lebensbedingungen für Familien sind. Dazu gehören unter anderem ausreichender, attraktiver und bezahlbarer Wohnraum, moderne Schulen, die gute Bildungschancen eröffnen, sowie natürlich ein breites und hochwertiges Betreuungsangebot für Kinder. Denn immer mehr junge Eltern und solche, die es werden wollen, wünschen sich, Familie und Beruf miteinander zu vereinen.

In der Kleeblattstadt haben wir in diesem Bereich in den vergangenen Jahren einen erfolgreichen Weg eingeschlagen. Das beweist schon die Tatsache, dass Fürth zusammen mit Ingolstadt die jüngste Großstadt in Bayern ist. Das unterstreichen aber auch aktuelle Zahlen.

Bei den Kindergartenplätzen haben wir seit 2006 eine Vollversorgung erreicht. Damit bekommen alle Eltern, die für ihr Kind einen Platz im Kindergarten haben möchten, diesen auch. Nachdem zum Schuljahresbeginn in Stadeln (40 Plätze), Burgfarrnbach (23) und Sack (10) drei Horte eröffnet wurden und in wenigen Wochen an der Martersäule ein weiterer hinzukommt, liegt der Versorgungsgrad in diesem Bereich bei 37 Prozent. Im Vergleich zu anderen Städten im Großraum ein sehr guter Wert, was vor allem auch für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern gilt. Damit ist bei den Hortplätzen der Bedarf weitgehend gedeckt und wir müssen in Zukunft nur bei Engpässen in einzelnen Stadtteilen reagieren.

Bei den immer wichtiger werdenden Krippenplätzen verzeichnet Fürth ebenfalls eine hoffnungsvolle Entwicklung. Neue, in 2007 geschaffene Einrichtungen im Mütterzentrum in der Gartenstraße und im Kindergarten des Humanistischen Verbandes in der Dr.-Meyer-Spreckels- Straße mit jeweils 12 Plätzen haben dafür gesorgt, dass insgesamt 110 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Das entspricht einer Versorgungsquote von zehn Prozent und einer Verdoppelung seit 2004. Beim Angebot an Krippenplätzen wollen wir aber weitere Fortschritte erzielen. So sollen noch in diesem Jahr weitere 53 Plätze geschaffen werden – davon 29 von der evangelischen Kirche im Gebäude Nummer 31 der Dr.- Meyer-Spreckels-Straße und 24 vom Verein Moggerla e.V. an der Grundschule in Oberfürberg. Unser Zwischenziel ist zunächst ein Versorgungsgrad von 15 Prozent, der dann kurzfristig noch auf 20 Prozent gesteigert werden soll. Damit hätten wir nach Aussagen der Fachleute auch im Bereich der Krippenplätze den Bedarf gedeckt. Insgesamt werden wir für die Kinderbetreuung 2008 730 000 Euro mehr für Personalkosten ausgeben als noch in diesem Jahr.

Ähnliches gilt auch im Bereich der Schulen. In den kommenden Jahren bringen wir allein 25 Millionen Euro für die Generalinstandsetzung der Grundschule Kirchenplatz, für die Erweiterung der Adalbert-Stifter- Grundschule, für die Modernisierung der Farrnbachschule, den Neubau der Hauptschule Maistraße und die Erweiterung der Fachoberschule auf. Weitere Schulprojekte sind in Vorbereitung. Für Fürth sind dies enorm wichtige Maßnahmen, denn in Familienfreundlichkeit und Bildung zu investieren, bedeutet, sich für die Zukunft gut zu rüsten.


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