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14.6.2017 - Umwelt

Fleißige Honigproduzenten in Gefahr

Die Gründe für das weltweite Bienensterben sind noch nicht vollständig geklärt. Als wichtigste Ursache auch in Deutschland gilt der Befall mit der sogenannten Varroamilbe. Bisher hatten der Freistaat Bayern und die EU den Imkern Zuschüsse für Arzneimittel zur Bekämpfung dieser Parasiten zur Verfügung gestellt – und nun gestrichen.

Ganz nah ran an die Bienen wagte sich Oberbürgermeister Thomas Jung gut geschützt und unter professioneller Begleitung der Imker Konrad Schweiger (li.) und Günter Scheuermann (re.). Foto: Gran

"Ich verstehe überhaupt nicht, warum man hier spart", erklärte Oberbürgermeister Thomas Jung und überbrachte den Imkern Günter Scheuermann und Konrad Schweiger deshalb auch gleich eine gute Nachricht: "Die Stadt Fürth springt hier ein und übernimmt diesen Anteil, verdoppelt quasi ihren Zuschuss."

Direkt vor Ort, beim Imkerverein Fürth gleich neben der Kleinen Mainau, überzeugte sich der OB von der wichtigen und wertvollen Arbeit, den die Imker und natürlich vor allem ihre Schützlinge leisten. "Wir haben hier 29 Völker", berichtete Bienenwart Scheuermann. Bei Schweiger in Burgfarrnbach sind es 25, doch er hatte 2017 sein schlechtestes Jahr: "Ich habe seit sechs Jahrzehnten Bienen, aber  so schwach war der Ertrag noch nie", sagte er. Er kenne Imker aus anderen Regionen, die "Totalverluste" gehabt hätte – aber auch welche, bei denen alles gut lief. "Das Thema Bienensterben kann man nicht pauschalisieren."
Untersuchungen hätten jedenfalls ergeben, dass Bienen in der Stadt vitaler seien "aufgrund der größeren Artenvielfalt", so Schweiger. Denn Faktoren wie Monokulturen, Mangelernährung, Gentechnologie, Pestizid- sowie Fungizideinsätze beeinflussten das Leben der fleißigen Honigproduzenten und Bestäuber ebenfalls.

"Als Stadt sind wir dankbar für das ehrenamtliche Engagement, wir brauchen die Imker und ihre Tiere zum Erhalt des gesamten Ökosystems", unterstrich Jung.
 

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