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19.12.2019 - Bauprojekte

Mustergültige Haus-Sanierungen anerkannt

Alljährlich prämiert die Stadt besonders gelungene Fassadensanierungen. Es sind dabei vor allem Privatpersonen, die durch ihr großes Engagement mithelfen, historische Bausubstanz, und damit den besonderen Charme dieser Gebäude zu erhalten.

Das Stadtbild, so Oberbürgermeister Thomas Jung, werde somit nachhaltig verschönert, was ein wichtiges Ziel der Denkmalstadt Fürth sei. Und deshalb herrsche auch im Stadtrat seit Jahren geschlossene Einigkeit, die Anstrengungen mit einer Prämie zu würdigen. In diesem Jahr durften sich die Eigentümer der vier folgenden Gebäude über je 5000 Euro freuen.


2019 wurden folgende Objekte ausgezeichnet:

Foto: Ebersberger

Gustavstraße 34 (Gasthaus "Grüner Baum")

Die Fassade des zweigeschossigen, giebelständigen Sandsteinquaderbaues mit Steilsatteldach und eckigen Giebelvoluten mit Vasenbesatz sowie einem straßenseitigen, korbbogigen Gebäudetor wurde umfassend und vorbildlich saniert.

Hervorzuheben sind neben der Restaurierung der Sandsteinfassade, die aufwändig und nunmehr einheitlich gestalteten Holzfenster. Auch der schmiedeeiserne, dekorative Wirtshausausleger, welcher sich in schlechtem Zustand befand, wurde ebenfalls aufwändig restauriert und ziert nun wieder den Gasthof. Nach historischem Vorbild wurde auch der Schriftzug im Bereich der Hauptfassade in seiner ursprünglichen Form angebracht.

Das Gebäude, welches nach dendrochronologischen Auswertungen im Kern noch auf die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurückgeht, und somit zu einem der ältesten Baudenkmäler Fürths gehört, erstrahlt nun in neuem Glanz, und bereichert die barocke Altstadt an prominenter Stelle in hohem Maße.

Foto: Ebersberger

Königstraße 128 (Wohnhaus mit Gaststätte - "El Floridita")

Der stattliche, klassizistische Sandsteinquaderbau mit Mansarddach, flachem Mittelrisalit und Zwerchhaus mit Segmentgiebel ist in das Jahr 1826 zu datieren.

1903 erfolgte durch die bekannten Architekten Bräutigam und Wiessner der Umbau des Daches mit einem neuklassizistischem Zwerchhaus. Das Anwesen, welches Bestandteil des Ensembles Alexanderstraße/Hallplatz ist, wird im Gebäudeinneren derzeit umfassend instandgesetzt.

Bereits abgeschlossen ist die Sanierung der Sandsteinfassade. Die an der Giebelseite befindlichen Wappen wurden restauriert und farblich nach Befund gefasst. Die eingebauten, stilgerechten Holzfenster verleihen dem qualitätvollen Gebäude nunmehr seine ursprüngliche Ausstrahlung und Wertigkeit wieder.

Die erheblich geschädigte, wertvolle Vogelplastik des 19. Jh., welche sich auf dem Giebel befand, wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch restauriert, jedoch in Kürze am ursprünglichen Standort angebracht.
Die gelungene Fassadeninstandsetzung ist als Gewinn für das historisch bedeutsame, bauliche Umfeld im Bereich des Hallplatzes und Alexanderstraße zu werten.

Foto: Ebersberger

Marktplatz 2 (ehem. Gasthaus Goldener Schwan)

Bereits 1979 wurde das imposante, barocke Gebäude mit Unterstützung des Altstadtvereins renoviert. Nach jahrzehntelangem Leerstand fiel im Juli 2015 der Startschuss zur Wiederbelebung und Sanierung des Anwesens.

So wurde neben der äußerst aufwändigen Instandsetzung des Gebäudeinneren auch die aus dem 18. Jahrhundert stammenden, repräsentativen Sandstein- und Fachwerkfassaden des geschichtsträchtigen Anwesens umfassend und denkmalgerecht restauriert. Auch der marktseitige Torbogen stellt sich heute wieder in seiner barocken Formgebung dar.

Das stadtbekannte, prägnante Wahrzeichen des ehemaligen, gleichnamigen Gasthauses - der "Goldene Schwan" – wurde vor wenigen Tagen nach gelungener Restaurierung wieder an seinem angestammten Standort - der Südwestkante des Gebäudes angebracht.

An markanter Stelle stellt das, aus dem Jahre 1681 stammende, repräsentative Gebäude nun eine deutlich wahrnehmbare Bereicherung der Gebäudekulisse des "Grünen Marktes", und somit der barocken Kernstadt dar.

In diesem Zusammenhang ist auch der bedeutsame Hofraum mit einer Fläche von ca. 500 m², und je einer Hofeinfahrt zum Marktplatz und der Königstraße hervorzuheben, welcher mit dem sogenannten "Anspannrecht" des ehemaligen Gasthauses Fuhrwerke und Pferde zur Einquartierung ausreichend Platz bot.

Bis 1720 war in einem Hinterhaus die "domprobsteiliche Schule" für bedürftige Kinder untergebracht.

Foto: Ebersberger

Rudolf-Breitscheid-Straße 12

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen spätklassizistischen, dreigeschossigen Satteldachbau mit Sandsteinfassade und Lisenengliederung. Der Baumeister Johann Gran errichtete den ursprünglich als „Wohnhaus“ konzipierten Bau im Jahre 1861. Das Anwesen befindet sich seit fünfter Generation bis heute in Familienbesitz.

Der historische Baukörper stellt einen der wenigen Bestandteile der ursprünglichen, historischen Bebauung innerhalb des jüngst errichteten Einkaufszentrums „Neue Mitte“ dar.

Die denkmalgerechte, behutsame Restaurierung der überwiegend bauzeitlichen Sandsteinfassade mit seinen geschossweise gleichartig gestalteten Fensterbändern wurde zu Beginn des Jahres 2019 abgeschlossen, und zeichnet sich somit als wertvolle und nachhaltige Maßnahme zum Erhalt des verbleibenden historischen Baubestandes inmitten des neu errichteten Quartiers ab.

 

 

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