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Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP)

Die Tier- und Pflanzenwelt mit ihren Lebensräumen und die Landschaft in ihrer Vielfalt und Eigenart bilden die Lebensgrundlage des Menschen. Sie müssen erhalten und geschützt werden. Dazu dient das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP), ein Fachkonzept für den Naturschutz und die Landschaftspflege.

Seit 2001 gibt es ein eigenes Stadt-ABSP für Fürth. Es enthält die spezifischen Daten der Stadt und bildet die Grundlage für eine naturverträgliche Stadtentwicklung. Die Ergebnisse fließen in die städtische Flächennutzungsplanung ein.

Lebensräume

Pflanzen- und Tierarten existieren in vielfältigen Lebensräumen. Es sind Orte, die meist von mehreren Organismen besiedelt werden. Zu ihnen zählen nicht nur klassische Naturelemente, wie Wiesen, Wälder oder Teiche. Auch ein Parkplatz, auf dem Steinmilben leben oder ein intensiv genutzter Acker bietet Raum für besondere Lebensformen. Neben Erhaltung, Sicherung und Pflege von Lebensräume und Arten ist auch die Neuschaffung von Biotopen wichtige Aufgabe des Arten- und Biotopschutzes in der Stadt.

Freie Flächen wie die Feuchtgebiete im Farrnbachtal stellen besonders wertvolle Lebensräume dar. Feuchtgrünland, Nasswiesen und spezifische Pflanzen wie Seggen oder Schilf prägen das Landschaftsbild. Das sumpfige Gebiet ist Lebensraum zahlreicher Tierarten. Hier lebt der Sumpfgrashüpfer und der sehr seltene Springfrosch. Auch Libellen, darunter Gemeine Binsenjungfer oder Vierfleck, besiedeln das Gewässer. Der Bach selbst bietet Rückzugsraum für zahlreiche gefährdete Fischarten, wie Barbe oder Schmerle.

Ressourcenschutz

Beschaffenheit und Qualität der Lebensräume werden entscheidend von den Faktoren Boden, Wasser und Klima bestimmt. Der Ressourcenschutz betrachtet die vorhandenen Bedingungen für die Stadt und entwickelt Maßnahmen zu ihrer Verbesserung und Erhaltung. Ziele sind sauberes Wasser, intakte Böden und saubere Luft bzw. intakte Klimaverhältnisse. Der zentral gelegene Städtische Friedhof bildet zusammen mit den angrenzenden Tal-Auen und dem Stadtpark die "grüne Lunge" Fürths. Der hohe Anteil an Laubbäumen ist günstig für die Luftregeneration. Er sorgt für einen Ausgleich der Wärmestrahlung und verbessert so das Stadtklima.

Zur Verbesserung des Klimas können auch die unversiegelten Sport- und Spielflächen und Grünanlagen der Stadt beitragen. Größere Rasenflächen bewirken eine rasche abendliche Abkühlung und damit einen klimatischen Ausgleich für angrenzende Wohngebiete.

Naturnahe Erholung

Stadtbewohner brauchen eine naturnahe, ruhige Landschaft, in der sie sich erholen und ihre Freizeit gestalten können. Auch der Wunsch, sich dort aktiv zu bewegen, ist groß. Mögliche und bereits vorhandene Naherholungsbereiche im Stadtgebiet werden daher nach diesen Kriterien untersucht. Aus dem Ergebnis lassen sich Verbesserungsmaßnahmen ableiten für spezielle Rad- Wander- und Fußgängerwege, die direkt und gefahrlos in die Erholungsgebiete führen.

Erholungsgebiete müssen öffentlich zugänglich, vielseitig nutzbar und schnell erreichbar (10 - 15 Min. Gehzeit) sein. Dazu zählen Grünanlagen in der Stadt, wie Stadtpark oder Südstadtpark , sowie stadtnahe Erholungsgebiete, wie Stadtwald oder die Wiesen im Talgrund.

Die Ziele des Arten- und Biotopschutzes lassen sich mit Ressourcenschutz und naturnaher Erholung gut verbinden. So erhöht die naturnahe Gestaltung einer Flussaue nicht nur den Erholungswert des Gebietes, sie sichert gleichzeitig auch Lebensraum von Tier und Pflanzen und führt zu einer Verbesserung der Wasser- und Bodenverhältnisse. Interessierte können das gesamte Arten- und Biotopschutzprogramm auf einer CD-Rom beim Landesamt für Umweltschutz in Augsburg erwerben. Es kostet 15 Euro.

Bestellungen per eMail unter gudrun-kluge@lfu-bayern.de .

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