OB Jung

Hier schreibt der OB



10.3.2004
Einkaufsqualität

das Thema Einkaufsqualität beschäftigt uns seit vielen Jahren. Diskussionen um Geschäfte, Gebäude, Gestaltungen, Ansiedlungen und Leerstände füllen in regelmäßigen Abständen die Zeitungen und führen leider immer wieder zu dem pauschalen Urteil: "In Fürth einkaufen? Geht nicht, da gibt`s ja nix".

Das dies so nicht stimmt, dass es zahlreiche gute und wohlsortierte Geschäfte in und rund um die Fußgängerzone gibt, wissen alle, die sich immer wieder die Mühe machen und bewusst in der Innenstadt einkaufen. Bestätigt werden diese treuen Kunden, von denen übrigens auch viele aus dem Landkreis und den Nachbarstädten Erlangen und Nürnberg kommen, nun durch eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Alle zwei Jahre bestimmt die GfK dabei die so genannte "Zentralitätsziffer", die das Maß für die Attraktivität einer Stadt als Einkaufsort darstellt. In Fürth stieg dieser Faktor von Januar 2002 bis Dezember 2003 von 115,5 auf 120,9; in Erlangen sank dieser Faktor beispielsweise um 3,65 Prozent. Damit hat die Kleeblattstadt Erlangen an Zentralität und attraktiven Einkaufsort überholt.

Auch bei den Einzelhandelsumsätzen zeigt die Kleeblattstadt im Gegensatz zu den Nachbarstädten einen deutlichen Aufwärtstrend: 4,06 Prozent in den Jahren 2002 und 2003 mehr (Nürnberg verliert im selben Zeitraum 3,33 und Erlangen 5,09 Prozent). Ein weiterer Beweis, dass das schlechte Image der Einkaufsstadt Fürth unverdient ist, ist die Kaufkraftkennziffer, die bei uns deutlich weniger negativ ausgeprägt ist, als bei unseren Nachbarn. Denn hier hat Fürth lediglich 0,67 Prozent an Kaufkraft verloren, die Noris dagegen 1,12 und die Hugenottenstadt 1,50 Prozent. Fairer halber muss man allerdings zugestehen, dass in Sachen Kaufkraft pro Einwohner Nürnberg und Erlangen noch vor uns liegen.

Fazit: Die eindeutige Entwicklung in diesen wichtigen Faktoren zeigt, dass Fürth seine Zentralitätsfunktion in der Region ausbaut. Die neue IKEA, das neue Elektrokaufhaus in der Innenstadt, der neue Hornbachmarkt und die Grüne Halle in der Südstadt, Möbel Höffner und die erneuerte Fußgängerzone werden die Bedeutung der Stadt Fürth in dieser Hinsicht zudem weiter deutlich erhöhen.

Fürth beweist damit, dass die Bürgerinnen und Bürger hier nicht nur schön wohnen, sondern auch gut einkaufen können. Die Tatsache, dass Erlangen in diesem Punkt überholt werden konnte, unterstreicht dies eindrucksvoll. Auch das Ergebnis einer Studie der Stadt Nürnberg, dass immer mehr Nürnberger zu uns zum Einkaufen fahren, wird damit in seiner Richtigkeit bestärkt.

Es gibt aber keinen Anlass zur Entwarnung. Wir arbeiten aber weiter konzentriert an der positiven Aufwertung der Innenstadt - als Stichpunkte nenne ich heute nur das neue Innenstadtparkhaus, den Umbau der Fußgängerzone, das Kulturforum, die Aufwertung des Kohlenmarktes und den neuen Stadtgarten an der Freiheit. Wir werden in unseren Aktivitäten nicht nachlassen bis auch die Innenstadt die gewünschte attraktive und vielfältige Einkaufsqualität besitzt.

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