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7.2.2007 - Wirtschaft

Fürth als Wissenschaftsstandort

Seit Oktober vergangenen Jahres beherbergt das Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) ein weltweit einmaliges wissenschaftliches Gerät zur Materialprüfung (wir berichteten): das so genannte Großkammer-Rasterelektronenmikroskop (GKREM), das dieser Tage bei einer Feierstunde unter anderem mit dem Kanzler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Thomas A. H. Schöck, dem Lehrstuhlleiter Professor Mathias Göken und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung offiziell in Betrieb genommen wurde.

In der etwa drei Kubikmeter große Probenkammer des GKREM können auch große Bauteile untersucht werden.

Foto: Mittelsdorf

Wie Göken dabei erläuterte, zeichnet sich das Gerät durch drei Besonderheiten aus. So lassen sich in dem GKREM große Bauteile wie zum Beispiel ganze Turbinenschaufeln, Kurbelwellen oder Zylinderköpfe untersuchen, da die Vakuumkammer etwa zwei Kubikmeter Platz bietet. Herkömmliche Mikroskope dieser Art schaffen nur Proben von einer Größe von zehn bis 100 Millimeter. Ein weiteres Plus ist die Kombination mit einer servohydraulischen Prüfmaschine, die erlaubt, Werkstoffe einem Belastungstest zu unterziehen und dabei auf Film festzuhalten. Damit ist eine genaue Analyse ob und wie Schäden hervorgerufen werden, möglich. Zudem liefert die gesamte Anlage eine enorm hohe Auflösung und Detailgenauigkeit. „Wir dringen dadurch in eine ganz neue Dimension der Schadensanalyse und Schadensprävention vor“, so Göken.

Kein Wunder also, dass auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung von einem einzigartigen Ereignis sprach, durch das Fürth als Wissenschaftsstandort weiter am Profil gewinne. „Hier ist etwas entstanden, das über Jahrzehnte weiter trägt“, sagte der OB. Auch der Uni-Kanzler bescheinigte der Kleeblattstadt eine gute Entwicklung als Universitätsstandort und hob vor allem den Kontakt sowie die kurzen Wege zur heimischen Wirtschaft hervor. Die Möglichkeit einer zerstörungsfreien Prüfung auch großer Bauteile im GKREM stelle ein Alleinstellungsmerkmal und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Forschungseinrichtungen dar.

Finanziert wurde das zwei Millionen Euro teure Großkammer-Rasterelektronenmikroskop von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die vom Konzept, das Göken und sein Mitstreiter Dr. Heinz Werner Höppner erstellten, überzeugt war und den Erlanger Forschern den Zuschlag für die Realisierung und den Bau gab. Die Entwicklung und Produktion der insgesamt zwei Millionen Euro teuren Anlage nahm zweieinhalb Jahre in Anspruch und wurde von der in Mecklenburg-Vorpommern ansässigen Firma Visitec übernommen.

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