Vom Labor zur Mini-Fabrik

Das Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) bearbeitet interdisziplinäre Forschungsthemen, die zwischen Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Chemie und Physik angesiedelt sind. Neue Werkstoffkonzepte werden hier entwickelt sowie die entsprechenden Fertigungsmethoden für Leichtbaukomponenten. Diese neuen Leichtbaustoffe bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten – etwa bei Autos, Fahrrädern oder elektronischen Geräten.

Im Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP) werden neue Werkstoffkonzepte entwickelt.

Foto: NMF

Ein eindrucksvolles Beispiel für die innovativen Materialien, die im Technikum entwickelt werden, ist der leichte und doch hochstabile Aluminiumschaum, der sogar auf Wasser schwimmt. Entwickelt wurde er zusammen mit ECKA Granules, ebenfalls ein Fürther Unternehmen. Das Metallpulver, das ECKA liefert, bildet die Grundlage für viele Erzeugnisse, die in Autos oder Zügen die Sicherheit der Insassen erhöhen, den Treibstoffverbrauch und umweltschädliche Emissionen reduzieren.

Außerdem werden neue Kohlenstoffverbindungen entwickelt, die in der Zukunft beispielsweise als Material für Autokolben dienen sollen. Mit neuen Spritzgussverfahren – auch hieran wird im ZMP gearbeitet – können solche Kolben vielleicht schon bald preisgünstig hergestellt werden.

Während das ZMP für das Verfahren und eventuelle Prototypen verantwortlich ist, erlangen diese Entwicklungen bei der Neue Materialien Fürth (NMF) die industrielle Reife und gehen erstmals in Produktion. „Im ZMP betreiben wir Grundlagenforschung, arbeiten also gewissermaßen im Reagenzglas und mit kleinen Pröbchen“, erläutert Prof. Singer. „Allmählich wird es immer konkreter – bis dann direkt am Produkt geforscht wird und die NMF schließlich Kleinserien herstellen kann.“

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