Nachrichten von der Abfallwirtschaft


8.4.2018 - Umwelt
Gefährliche Abfälle bei Sanierungs- oder Rückbaumaßnahmen

Bei Sanierungs- oder Rückbaumaßnahmen im Wohnungsbau können Schadstoffe in der Gebäudesubstanz vorkommen. Für eine ordnungsgemäße Entsorgung ist der Rat von Bausachverständigen und Fachfirmen gefragt. Denn das Vermischen verschiedener Abfälle (Baumischabfälle) verstößt gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz.
Der korrekte Entsorgungsweg ist einzuhalten.

 

Ansprechpartner sind die Deponie Nürnberg-Süd und vor allem private Entsorgungsunternehmen. Die städtischen Recyclinghöfe in Fürth sind für etliche Baustellenabfälle nicht ausgelegt.


Nicht angenommen werden Baustoffe die folgendes enthalten:


Asbest fest und schwach gebunden, etwa in Leichtbauplatten wie

- "Promabest"
- "Eternit"


Künstliche Mineralfaser (KMF), etwa in Leichtbauplatten wie

- KMF-Pappe,
- Gipslochplatte als Unterdeckenplatte auf Gips- oder Zellulosebasis zum Beispiel "Odenwald-Platte".
- Dämmwolle


Bei asbesthaltigen Materialien handelt es sich um einen gefährlichen Abfall. Es empfiehlt sich, folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

- Niemals selbst Sanierungsarbeiten ohne ausreichende Schutzmaßnahmen durchführen!
- Asbest nicht sägen, bohren oder anderweitig bearbeiten.
- Die Abfälle feucht halten und zum Beispiel in Big-Bags verpackt zur Deponie bringen.
- Sie dürfen weder geworfen noch geschüttet werden.
- Beim Umschlagen und Transportieren sind Staub- und Materialverwehungen zu unterbinden.


Abfälle mit künstlicher Mineralfaser (KMF) sind in reißfeste und staubdichte Säcke zu verpacken und vom übrigen Bauschutt trennen.

An den Recyclinghöfen der Stadt Fürth können pro Tag 100 Liter Dämmwolle angenommen werden.


Entsorgungsstellen sind zum Beispiel:

- Rau GmbH, Boxdorfer Straße 8b, 90765 Fürth
- Reststoffdeponie Nürnberg-Süd, Marthweg 201, 90455 Nürnberg
- Veolia Umweltservice Süd GmbH, Dieselstraße 24, 90441 Nürnberg
- Aufbereitungszentrum Nürnberg – Die Grünen Engel, Antwerpener Straße 19, 90451 Nürnberg

 

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