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22.11.2012 - Umwelt

Neue Nachklärbecken werden gebaut

Nachdem die drei alten Nachklärbecken hydraulisch überlastet sind und die erhöhten Anforderungen an die Qualität des Abwassers am Ablauf der Hauptkläranlage nicht mehr sichergestellt werden kann, müssen drei neue, größere und tiefere Becken errichtet werden. Diese haben einen Durchmesser von 54 Metern und sind fünf Meter tief. Somit sind sie wesentlich leistungsfähiger als die bisherigen Nachklärbecken und halten auch kleinste Schwebstoffe zurück. Die Kläranlage erfüllt nach dieser Erweiterung die strengen Einleiterbedingungen zum Gewässerschutz. Die Baumaßnahme wird insgesamt rund zwei Jahre dauern und die veranschlagten Kosten belaufen sich auf insgesamt 18 Millionen Euro.

Die Stadtentwässerung baut derzeit drei neue Nachklärbecken auf dem Gelände der Hauptkläranlage Fürth. Foto: Stadtentwässerung

Die Stadtentwässerung baut derzeit drei neue Nachklärbecken auf dem Gelände der Hauptkläranlage Fürth. Foto: Stadtentwässerung

Der Aushub für diese Becken erfolgte im Frühjahr 2012. Dabei wurden etwa  30 000 Kubikmeter Erdreich abgefahren. Im September 2012 wurde die erste Bodenplatte des Nachklärbecken 1 betoniert. Diese hat eine Dicke von 70 Zentimetern und einen Durchmesser von 54 Metern. Es mussten demnach 1600 Kubikmeter Beton mit zirka 400 Betonfahrzeugen angefahren und eingebaut werden.

Damit die notwendig hohen Anforderungen an die Qualität der Bodenplatte gewährleistet werden kann, sind mehrere Faktoren zu beachten, um eventuelle Probleme weitestgehend zu beseitigen. Eine wichtige Rolle dabei spielt insbesondere die Umgebungstemperatur, denn diese beeinflusst die Frischbetontemperatur. Ist diese zu hoch, beginnt der Beton frühzeitig sich zu verfestigen und erhöht zugleich die Hydratationswärme. Die Hydratationswärme entsteht bei der Aushärtung des Betons. Durch zu viel Wärmeeinfluss entstehen im Beton Schwindrisse durch innere Spannungen. Aus diesem Grund wurde der sogenannte Massenbeton in den Nachtstunden geliefert und eingebaut, um die Frischbetontemperatur so niedrig wie möglich zu halten. Als zusätzliche Maßnahme wurden Wärmesensoren eingebaut, die das Temperaturgefälle im aushärtenden Beton überwachen.

Der komplette Boden muss fugenfrei und absatzfrei hergestellt werden. Um dies durchführen zu können, wurden zwei Betonpumpen um das Becken positioniert, die nahezu ununterbrochen Frischbeton gepumpt haben. Aus diesem Grund musste eine reibungslose Anfuhr der Betonfahrzeuge geplant werden, was nur außerhalb der üblichen Verkehrszeiten möglich ist. Die Pumpleistung sollte etwa 80 Kubikmeter je Stunde und Pumpe betragen, was insgesamt 20 Betonfahrzeugen in 60 Minuten entspricht. Die Betonierarbeiten der zwei weiteren Becken werden nach dem gleichen Ablaufschema erfolgen.

Nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten erfolgt die Montage der klärtechnischen und elektrotechnischen Einrichtungen. So werden in dem Becken Tauchrohre für den Ablauf des gereinigten Abwassers montiert, die ohne freien Überfall und damit ohne Lärmemission sicherstellen, dass keine Aerosole und somit auch keine Gerüche an die Umgebung abgegeben werden. Montiert werden außerdem doppelläufige Räumerbrücken, die den im Becken abgesetzten Schlamm in einen mittig angeordneten Trichter schieben werden. Aus diesem Trichter wird der Schlamm über Pumpen zurück zur biologischen Reinigungsstufe bzw. ein Teilstrom zum Faulbehälter gefördert. Zur Unterbringung dieser Pumpen wird ein separates Gebäude errichtet, dessen Kellergeschoss bereits betoniert wurde.

Die Inbetriebnahme der neuen Nachklärbecken ist für 2014 vorgesehen.

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