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7.11.2023 - Bauprojekte

Spatenstich für ein Jahrhundertprojekt

Mit dem heutigen Spatenstich für das neue Helene-Lange-Gymnasium (HLG) ist der offizielle Startschuss für die größte Schulbaumaßnahme in der Geschichte der Stadt erfolgt. 
Der Bau aus den 1970er Jahren sowie die Sporthalle werden durch ein modernes Schulgebäude und eine gestapelte Sechsfach-Turnhalle ersetzt. Der denkmalgeschützte Altbau wird barrierefrei umgebaut und technisch erneuert. Die Baumaßnahme war aufgrund des Zustandes der Gebäude, der räumlichen Situation am Helene-Lange-Gymnasium sowie den steigenden Schülerzahlen dringend erforderlich. Die zur Verfügung stehenden Raumflächen decken den gestiegenen Raumbedarf der Schule seit langem nicht mehr.
Es stimme ihn deshalb ein wenig traurig, so Oberbürgermeister Thomas Jung, "dass ein Bau aus den 1970er Jahren jetzt schon wieder abgerissen werden muss." Die Haltbarkeit der damaligen Bauten lasse doch arg zu wünschen übrig, konstatierte Jung im Rahmen des Spatenstichs. Dennoch freue er sich, dass "dieses Jahrhundertprojekt" nun verwirklicht wird, trotz der "hohen Investition zwischen 160 und fast 200 Millionen Euro." Doch es sei eine Investition in die Zukunft und in die Bildung. Dies beteuerte auch Bürgermeister Markus Braun, der von einem "wichtigen Meilenstein" sprach. 

Gemeinsamer Spatenstich für einen Jahrhundertbau: Timo Oesterle (Projektmanagement Diederichs), Bürgermeister Markus Braun, Baureferentin Christine Lippert, OB Thomas Jung, Manfred Felix (Architekten Felix+Jonas) und HLG-Schulleiter Markus Drechsel. Foto: Ebersberger

Der Bau sei zudem eine riesige Herausforderung, nicht nur für die beteiligten Planer, Architekten, Baufachleute, städtische Mitarbeiter und die gesamte Schulfamilie. Auch die Anwohnerschaft werde immens belastet – und das über mehrere Jahre hinweg. "Wir muten ihnen vieles zu, doch wir tun alles, um es so erträglich wie möglich zu machen", wandte Braun sich an die Anwohnerinnen und Anwohner. Auch Baureferentin Christine Lippert machte auf die enorme Belastung aufmerksam, sprach aber auch von einem "historischen Tag". Es entstehe ein "Bau für die Ewigkeit und ein riesiges Vorzeigeprojekt" auf das am Ende alle stolz sein können.

Die Neubaumaßnahme soll in drei Bauabschnitten mit etwa zwei bis drei Jahren Bauzeit pro Abschnitt realisiert werden. Planmäßige Fertigstellung: 2032

Im nunmehr ersten Bauabschnitt (bis Mitte 2026) entsteht die neue Sporthalle (Start der Rohbauarbeiten im Juni 2024), erst nach deren Fertigstellung kann die alte Halle abgebaut werden.

Abschnitt zwei (2026 bis 2029) sieht den Schulneubau und anschließend den Rückbau des 70er Jahre Gebäudes vor.

Mit Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus und Anlage der neuen Pausenhof- und Freiflächen (Bauabschnitt drei) wird die Gesamtmaßnahme voraussichtlich 2032 abgeschlossen.

Die Visualisierung des zuständigen Architekturbüros zeigt, wie das Areal aussehen wird. Foto: Felix+Jonas Architekten, Visualisierung: Jonas Bloch

Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle. Der Neubau wird statt über eine Gasheizung zukünftig klimaneutral und zukunftsorientiert über Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen versorgt. Zur Energiegewinnung werden Eisspeicher unterirdisch im Baugrundstück errichtet. Für den historischen Altbau ist eine Pellet-Anlage vorgesehen. Die Dachflächen (über 5000 Quadratmeter) werden zudem begrünt, die Fassade der Sporthalle erhält statt der ursprünglich geplanten 250 Quadratmeter nun eine 900 Quadratmeter große Fassadenbegrünung, was positive Auswirkungen auf das Mikroklima hat.

Die Bauarbeiten in dem dicht bebauten Areal erfordern zusätzlichen Raum, weshalb im Baustellenumfeld ein umfangreiches und detailliertes Verkehrskonzept erarbeitet wurde.

Von Beginn an war der Stadt Fürth eine größtmögliche Transparenz und umfangreiche Information rund um die Baumaßnahme wichtig. In Bürgerinformationsveranstaltungen sowie über Social Media, die Stadtzeitung INFÜ und den lokalen Medien wurde und wird stets aktuell informiert, ebenso auf der eigens eingerichteten Website www.fuerth.de/hlg. Dort können sich Interessierte auch für den Newsletter anmelden.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 157 Millionen Euro (nicht indiziert) bzw. indiziert auf rund 195 Millionen Euro.

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