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27.10.2014 - Soziales & Gesundheit

Selbstständige Lebensführung

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten hat die Stadt Fürth das "Lokale Konzept zur selbständigen Lebensführung im Alter – am Beispiel Hardhöhe" erstellt. Es liegt nunmehr vor und kann unter "Downloads" im rechten Bereich dieser Seite angesehen und heruntergeladen werden.


Vorgeschichte:

Anfang 2013 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Programm "Anlaufstellen für ältere Menschen" aufgelegt. Die Stadt Fürth bewarb sich mittels einer Interessensbekundung und erhielt eine Zusage.
Daraufhin bildete sich eine Steuerungsgruppe, die die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (Afa) mit der wissenschaftlichen Begleitung beauftragte. Die Akteure einigten sich darauf, das Projekt exemplarisch am Beispiel des Stadtteils „Hardhöhe“ umzusetzen, da in diesem Stadtteil zum einen die meisten Menschen über 60 Jahren leben und zum anderen die bauliche Struktur sowohl durch Geschosswohnungsbau als auch durch Einfamilienhausbebauung gekennzeichnet ist.
Die Vorgehensweise bei der Erarbeitung des "lokalen Konzepts zur selbstständigen Lebensführung im Alter" war "partizipativ": Sowohl Expertinnen und Experten aus der Seniorenarbeit oder Lebensbereiche der Seniorinnen und Senioren berührenden Tätigkeitsfeldern als auch Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren wurden in den folgenden Veranstaltungen bzw. Aktionen beteiligt:
Expertenworkshop am 2. April 2014,
eine Bürgerbefragung im April und Mai 2014 von über 60-Jährigen (jede bzw. jeder Zweite im Alter von 60 Jahren oder älter wurde befragt), bei der auch die Ergebnisse des Expertenworkshops mit berücksichtigt und
eine Bürgerwerkstatt am 1. Juli  2014, zu der außerdem auch Akteure, die die im Seniorenbereich tätig sind, eingeladen wurden.
Ziel war es, Ressourcen und Bedarfe im Stadtteil Hardhöhe zu identifizieren sowie Projektideen zusammenzutragen. Außerdem sollten Expertenworkshop und Bürgerwerkstatt bereits zu einem "Austausch" und den Anfängen einer "Netzwerkbildung" führen.


Wichtigste Ergebnisse

Auf der Basis des neuen Konzeptes sollen folgende prioritäre Maßnahmen umgesetzt werden, um ein selbstbestimmtes Leben älterer Menschen im Stadtteil Hardhöhe zu ermöglichen:

Bereich "Soziales":

  • Stärkung des Zusammenhalts zwischen allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Hardhöhe
  • Organisation von kulturellen Angeboten
  • Aufbau von Begegnungsorten

Bereich "Wohnen und Wohnumfeld":

  • Durchführung von Ortsbegehungen mit Bürgerinnen und Bürgern zur Verbesserung der Infrastruktur
  • Orte der Begegnung im öffentlichen Raum schaffen
  • Hilfeleistungen für das Wohnen im bisherigen Zuhause stärken
  • Wohnberatung und Wohnraumanpassung auf der Hardhöhe anbieten
  • Alternative Wohnangebote auf der Hardhöhe schaffen

Bereich "Unterstützung und Pflege":

  • 24-Stunden-Notfallversorgung durch einen ambulanten Dienst
  • Betreuungsgruppe in einer barrierefreien 2-Zimmer-Wohnung der Wohnungs-baugesellschaft Fürth (WBG)
  • Bestehende Angebote auch für Migrantinnen und Migranten sowie für Menschen mit psychischen Erkrankungen bekannt machen
  • Stadtteilbüro für Information und Beratung in der 3-Zimmer-Wohnung der WBG.


Mögliche weitere Schritte

Während der Projektphase konnten bereits räumliche Voraussetzungen in die Wege geleitet werden, die die Umsetzung von Projektideen ermöglichen: Die WBG hat zwei barrierefreie Wohnungen mietfrei in Aussicht gestellt (nur Nebenkosten fallen voraussichtlich ab dem zweiten Jahr an). Die Drei-Zimmer-Wohnung könnte als Begegnungsort und Stadtteilbüro mit Beratungsstelle (Außensprechstunden der Fachstellen in Fürth) dienen, in der Zwei-Zimmer-Wohnung könnte eine Betreuungsgruppe eingerichtet werden.

Um den Entwicklungsprozess, der durch die Konzepterarbeitung angestoßen wurde, weiterzuführen, bedarf es koordinierter Anstrengungen. Es ist bereits viel Engagement entstanden und es sind auch schon erfreuliche Synergieeffekte eingetreten. Es gilt nun, diese Initiativen aufzugreifen und fortzuführen, um sie gewinnbringend für den Stadtteil einzusetzen.

Dazu sind zum einen Arbeitsgruppen von Expertinnen und Experten sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Schwerpunktthemen einzurichten, um für diese Themen konkrete Umsetzungen zu erarbeiten.

Zum anderen muss die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Projekts durch ein qualifiziertes Projektmanagement sichergestellt werden. Daher soll ein Förderantrag für eine Anschubfinanzierung für ein derartiges Stadtteilmanagement gestellt werden. Die intensive Arbeit zu Beginn des Prozesses könnte damit finanziert werden. Eine Zusicherung der Stadt Fürth, den Eigenanteil der Förderung sowie die (geringeren) Kosten nach Auslaufen der Anschubfinanzierung zu übernehmen, ist jedoch Voraussetzung für eine Antragstellung.

 

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